31.03.2018 – Wir waren bei The Baboon Show

Am Ostersamstag gaben The Baboon Show endlich ihr lang ersehntes Konzert in Zürich.

Das Werk 21, direkt an der Limmat gelegen, gehört definitiv zu einer meiner Lieblings-Konzert-Locations. Dies auch durch die Nähe zum Fluss und der zum prä-Konzert-Bier verleitenden Promenade. Heute muss ich aber enttäuscht feststellen, dass es dann doch noch etwas zu kalt ist, um lange draussen zu verweilen. Trotzdem stehen einige Menschen-Grüppchen noch draussen, als wir um 20:oo Uhr ankommen.

Den Auftakt in den wuchtigen Abend machen Lygo. Ich persönlich habe noch nie etwas von ihnen gehört. Shame on me! Die drei Jungs aus Bonn geben mächtig Gas und ich bin hell begeistert. Ein bisschen erinnert mich ihre Musik an eine etwas dreckigere Version von Adam Angst und ein wenig auch an ganz frühe Tocotronic-Alben. Ein wunderbarer Auftakt in einen sehr stimmigen Abend.

Auf den ersten Knall folgt, weshalb wir alle in erster Linie hier sind; The Baboon Show.  Es fällt auf, dass an diesem Abend besonders viele Frauen ihren Weg ins Dynamo gefunden haben. Dies könnte natürlich an Cecilia Boström am Gesang liegen. Ich muss dazu sagen, dass für mich Frauenstimmen in Punksongs nicht die erste Wahl sind. Cecilia aber ist eine meiner Heldinnen und der Grund, wieso eben kundgetane Meinung niemals auf alle Punkbands angewandt werden kann. Diese Frau ist pure Energie auf der Bühne und sie präsentiert Song um Song als wäre es eines ihrer ersten Konzerte und als würden die Schweden nicht auf eine bald fünfzehnjährige Bandgeschichte zurückblicken. Die Stimmung ist ausgelassen aber sehr friedlich. Das neue Album funktioniert wunderbar auf der Bühne und der Refrain von “Radio Rebelde”: “You are not alone” hört sich schon fast ein bisschen nach einer Hymne an – ein perfekter Konzertabend.

Wieder einmal haben The Baboon Show für mich bewiesen, dass sie ihrem Ruf als eine der besten Live-Acts absolut gerecht werden. Was ebenfalls wunderbar war, war das zwar ausverkaufte, aber nicht überfüllte Werk 21. Platz zum Atmen und Tanzen – wunderbar.