So haben Expellow am 06.04.2018 ihre Platte getauft

Heyeyey, jetzt hat man (*ich) irgendwie immer noch das Gefühl, dass „Modern Age Credo“ eine eher neue Platte ist, aber dann brachten Expellow zäggbumm am Freitag, 06.04.2018, „We Held The Line“ raus und es wird einem bewusst, dass der Vorgänger doch schon drei Jahre auf dem Buckel hat. Thema hier soll aber nicht die Platte, sondern die Plattentaufe sein, die an ebenjenem Freitag stattfefunden hat.

Eröffnet wurde der Abend von den Wädenswilern The Kate Effect, die mit Gastbass und ohne Drummer (Drums, anyone? meldet euch!) auftraten, aber dank fettem (ja, tight und klar ist ein Computer natürli scho) Backingtrack war das nicht allzu schlimm. Der modern Metal/Metalcore brachte die Leute zum Headbangen und ein bizeli gehüpft wurde auch; auf der Bühne wurde sichtlich Spass gehabt, insbesondere als Expellow-Frontfrau Mik Dean für ein Cover des Hatebreed-Klassikers „Destroy Everything“ auf die Bühne geholt wurde.

Danach dürfen die Walliser von Child of Pain ran, deren Gitarre ein bisschen tiefer, deren Drummer ein bisschen anwesender und deren Breakdowns ein bisschen fieser sind. Auch hier alles im Grünen Bereich, man fühlt sich zum Kopfnicken (und eigentlich auch Umewirblen) animiert, aber das Publikum mag noch nicht so und dem Sound fehlt dann manchmal doch der abschliessende Druck (aka die vielgerühmte Faust in die Magengrube) — vielleicht liegt das am fehlenden zweiten Gitarristen, der scheinbar des Morgens seine Abschlussprüfungen geschrieben hatte und daher bereits betrunken sei (wenn ich denn die Sprache zur Genüge verstanden habe…). Hai, und dann gibt’s als Abschluss noch eine Flasche Expellow-Wein von Child Of Pain für Expellow, schono lääss. 

Eben, Expellow, auf die haben alle gewartet und um’s gesagt zu haben: Sch ebe schono geil, wenn eine Band aus Zürich den Keller mächtig füllt. Und ja, weil der Keller voll, Expellow tight, die neuen und alten Songs mächtig und so zimli alle in Feierlaune sind, dauert’s dann auch nicht lange, bis gepogt, geheadbangt und gecrowdsurft wird. Mik Dean ist auf der Bühne eh in ihrem Element und auch der Rest der Band macht rege Gebrauch vom nicht allzu grossen Platz, der im Werk21 ganz vorne zur Verfügung steht. Wie auch auf dem Album, gibt’s dann auch noch zwei Features: Lukas von The Kate Effekt darf nochmals ran und les deux Danis de Vale Tudo sorgen für noch ein bizeli mehr Hardcore-Faktor. Aja, Konfettikanonen haben sie auch noch und ein riesigen Hasenkopf macht sich auf den Weg über die Köpfe der Menge. Wie gseit, lässig war’s, kauft euch das Album — oder hört zumindest mal rein.