19.04.2018 – Spass mit The Dreadnoughts im Dynamo

“Polka never dies!”, riefen The Dreadnoughts ins Publikum. Und brachten mit dem gleichnamigen Song die Menge im Zürcher Dynamo mit ihrer energiegeladenen Musik zum Tanzen.  Der Abend war zwar nach den Sets der beiden Schweizer Bands Empty Fridge und Track The Liars Down schon ein wenig fortgeschritten, aber dafür war der Saal nun auch gut gefüllt.

Bevor The Dreadnoughts loslegten, mussten sich die Bandmitglieder und das Publikum dehnen. Schliesslich sind The Dreadnoughts echte Energiebündel und waren am Donnerstag für so manchen Spass zu haben. Da war das Stretching vielleicht gar nicht so verkehrt. Denn Geigerin Tegan Ceschi-Smith (a.k.a. Wormley Wangersnitch) spielte mit vollem Körpereinsatz und fuchtelte beim Spielen wild mit dem Geigenbogen herum.

Die Kanadier nahmen sich selbst nicht allzu ernst. Egal ob Cross-Dressing (Banjo-Spieler Drew Sexsmith trug schwarze Netzstrümpfe gestylt mit einem neon-pinken Oberteil und funkelnden Ohrringen), ihre offensichtliche Begeisterung für Bananen und die Minions oder ihre speziellen Künstlernamen wie etwa derjenige vom Poor Swedish Bastard, der angeblich in Luzern geboren worden ist: So mancher Spass und Scherz waren bei The Dreadnoughts Teil ihrer unterhaltsamen Bühnenperformance.

Besonders gut gefielen mir die Shanties, die Seemannslieder: Bei den Songs The Bay Of Suvla und Roll The Woodpile Down punkteten die Spassvögel bei mir ganz ohne Instrumente, sondern nur mit ihrem kraftvollen, mehrstimmigen Gesang. Das Publikum unterstütze sie dabei während des Chorus und sang „Rollin‘, rollin‘, rollin‘ the woodpile down!“

The Dreadnoughts bezogen die Konzertbesucher generell stark mit ein in ihre Show. So wurden auch zwei Personen auf die Bühne geholt und zum Mitsingen aufgefordert. Und da ein wenig Crowdsurfen immer für gute Stimmung sorgt, entschied sich der Drummer dazu, auf einem Tisch quer durch den Raum zu surfen um an der Bar ein Bier zu holen, siehe Foto unten.

Langweilig wird es bei einem Dreadnoughts-Konzert also nicht. Neben ihrer zahlreichen Showeinlagen überzeugte mich die Band aber auch in musikalischer Hinsicht.  Guter Sound, gute Stimmung – einfach ein gutes Konzert.