21.04.2018 – Editors im Komplex 457: Wo Menschen geröstet werden

Hach, hatte ich mich auf die Show der Editors im Zürcher Komplex 457 letzten Samstag gefreut.

Dass die Show heiss werden würde, vor allem in der tanzenden Menge, hatte ich ja erwartet. Und HA-LE-LU-YA, das war sie! Ja, die Erwartungen wurden sogar übertroffen: Auf eine absolut grausame Art und Weise.

Zu sagen, dass es in der Venue heiss war, wäre meiner Meinung nach mitunter eine der grössten Untertreibungen des Jahrhunderts. Ja, ein wenig wundert’s mich fast, dass sich meine Gliedmassen noch in festem Zustand befinden. Denn während der 15 Minuten, die ich’s tatsächlich im Konzertsaal aushielt, fühlte sich mein gesamter Körper an, als ob er sich gleich verflüssigen würde.

Ihr denkt, ich übertreibe? Oh nein! Ehrlich jetzt: Meinen Schätzungen nach hatte es circa 50 Grad in der Konzerthalle. Paart man diese Temperatur mit einer Meute von fast 1500 Zuschauern und einer wie’s schien kaputten Belüftungsanlage, kommt man der Hölle ziemlich nah. Zumindest so etwa stell ich’s mir da unten vor.

Und obwohl ich immer sage, dass ich in der Hölle einmal die besseren Mitbewohner haben werde (sind wir mal ehrlich: Janis Joplin und Curt Cobain wird man eher nicht im Himmel antreffen…) als meine braveren Kollegen: Geil war das nicht, für keinen der Beteiligten.

Das Publikum erstickte fast. Die Band wurde zusätzlich zur höllischen Hallentemperatur von den Scheinwerfern gebraten. Dem Soundtechniker muss es wohl auch nicht mehr ganz so gut gegangen sein. Denn auch der Mix liess mehr als zu wünschen übrig. In den Worten meines Freundes: “Da hört man ja nicht mal den Grundton raus.” Das sagt dann glaube ich alles.

Was bleibt da also noch anderes zu sagen als: Lieber Komplex 457, räumt mal so richtig auf in eurer Venue. Sowas kann man beim besten Willen keinem zumuten!

Und nun noch kurz an unsere Leser: Sorry! Eigentlich bevorzuge ich es ja, die Live-Performances von coolen Bands zu besprechen. Doch Höllentrips wie dieser (und dann auch noch ohne Begegnungen mit den liebsten Musiklegenden) machen dies leider unmöglich.