14.04.2018 – LB VERSARY im Dynamo in Zürich

Die Leute rätselten und entwickelten die absurdesten Theorien, wofür LB in LB Drums denn nun eigentlich steht, aber das Rätsel sollte an diesem Abend nicht gelyvtet werden. Eine der besten Ideen stammt aber von KMPFSPRT: LAUT BUMM!

Als wir beim Dynamo angekommen waren, stand schon eine Schar Leute davor, genoss noch das schöne Wetter, fachsimpelte über Drums und schwärmte von diesem grandiosen Line-up. Sympathisch an diesem Event war unter anderem, dass es Leute aus den unterschiedlichsten Gründen ins Dynamo zog. Die einen sind mit den Brüdern, die das ganze auf die Beine gestellt haben, befreundet und durften dabei scheinbar einige neue Bands entdecken und die andern waren wegen den Künstlern auf der Bühne dabei.

Um 19 Uhr wurde der Abend von den Jungs von Lyvten eröffnet. Obwohl es draussen noch hell war, füllte sich der Dynamo Saal schon etwas. Zu Recht auch! Leider spielte die Band ein viel zu kurzes, dafür umso besseres Set.

Als nächstes standen KMPFSPRT auf dem Programm, die auf ihrer Tour ihre neue Scheibe „Gaijin“ vorstellen.  Anfangs konnten sie das Publikum leider noch nicht wirklich mitreissen, aber spätestens bei der Anti-Nazi Hymne „Antithese“ kam etwas Bewegung in die Menge und es wurde lauthals der Refrain „Und der Schrei nach, nach Liebe wird langsam wieder laut!“ mitgesungen. Die Setlist erfüllte jeden Wunsch, aber leider war das Publikum bis zum Schluss ziemlich starr.

Das sollte sich bei Blackout Problems ändern. Bei der Band sprang der Funke von Anfang an rüber. Schon beim ersten Song war der Sänger mitten im Publikum und forderte die Besucher auf, mit ihm gemeinsam die Zeilen ihrer Songs mitzubrüllen.

Bei Fjørt hingegen war Gänsehaut pur angesagt. Brachial, destruktiv und verdammt energiegeladen. Sie sind eine Band, die man live sehen muss, denn der Hype um sie ist gerechtfertigt. Auf den Platten kommt das Herzblut ihrer Musik nur bedingt rüber. Die in blau gehaltene Bühne wurde innert kürzester Zeit zum Schauplatz des intensivsten Slots des Abends. Querfeldein wurden sowohl Klassiker und auch Songs der neuen Scheibe gespielt und wir waren hin und weg. Leider war nach einer knappen Stunde das ganze bereits wieder vorbei.

Fjørt war für uns auch der heimliche Headliner des Abends. Für Turbostaat hatten wir leider keine Zeit mehr. Danke an LB Drums und danke ans Dynamo für diesen grossartigen Abend!  Ich hoffe, der Typ, der vor der Show meinte, ich sei wegen einem Kampfsportevent hier, hatte genauso Freude dabei und konnte sich für die Bands begeistern! Bitte wiederholt das bald und wartet nicht bis zum zwanzigjährigen Bestehen. Wir werden dabei sein, nächstes Mal hoffentlich für die ganze Show.

Beitragsfoto: Paul Ambrusch