So war das siebte Nothing But Metal Festival

Klein und kuschelig. Ja, so war das siebte Nothing But Metal Festival in Malters. Da ich die Fete letztes Jahr wegen meiner Augenoperation verpasst hatte, war meine Vorfreude dieses Jahr riesig. Gegen Sechs trudelte ich im Gemeindesaal Malters ein. Obwohl der, wunderbarerweise nur eine Minute, vom Bahnhof Malters entfernt liegt, war ich mit meinem Roller unterwegs. Also nur ein kleines Bier für mich, und einen nüchternen Bericht für euch. Sorry, aber ich verspreche euch, dass es wiedereinmal eine Drunk-Vera-Review geben wird.

Anyway, den Abend gestartet haben Silent Slander. Ich spazierte nichtsahnend in den kleinen Saal und war überrascht, dass ich auf der Bühne ein bekanntes Gesicht sah. Dieses „Ich wusste gar nicht das der in dieser Band spielt“-Gefühl hatte ich bei der zweiten Band übrigens gleich nochmals. Silent Slander heizten dem Publikum schon ziemlich ein. Es waren noch nicht ganz so viele Leute im Publikum, aber das tat der Atmosphäre keinen Abbruch. Es war brutal und laut. Genauso wie ich das mag.

Als Zweites waren GüsL an der Reihe. Ich glaube mehr Undergroundpunk als GüsL hab’ ich noch nie gesehen. Im guten Sinne. Es war roh, irgendwie schlecht abgemischt – wohl auch wegen dem kleinen Raum – und sehr politisch. Die Performance war genauso roh und schonungslos wie der Sound. GüsL sei mehr eine Idee als eine Band, habe ich mir sagen lassen. Mehr muss man da nicht anfügen. Ausser vielleicht: Wenn du kannst, geh dir GüsL live anschauen.

Acheronian Scar, die Band mit dem Namen, über den ich mich jährlich bei der Preview und Review des Nothing But Metal Festivals ärgere. Weil ich ihn jedes Mal zuerst mal falsch schreibe. Dabei kling er sich doch so hübsch. Genauso gut hört sich übrigens auch die Mukke an. Richtig tiefschwerer, technischer Death Metal. So herrlich düster, das dir das Blut gefriert und die Hühnerhaut zwei Stunden später noch nicht abgeklungen ist.

Anderes Thema: Pokemon-Metal! Oder Progressiv-Metal mit Pokemon-Band-Merch. Oder Make Me A Donut. Denn die spielten als drittes am Festival. Und das so richtig gut. Gehört hatte ich die Jungs noch nie, aber gefühlt habe ich es trotzdem vom ersten Ton an. Ebenso das Publikum, denn da ging es ordentlich ab. Der Raum war inzwischen gut gefüllt, ohne übermässig vollgestopft zu sein. Richtig angenehme Atmosphäre. Ebenso angenehm war die Atmosphäre draussen am Essensstand, an welchem ich mir einen Kaffe und, oh Wunder, einen Donut gegönnt habe. Sollte man öfters einführen, so Do-it-yourself-Donut Stände an Metalkonzerten.

Und als letztes waren Insanity an der Reihe. Die Jungs aus dem Entlebuch sind altbekannte Gesichter. Und so oft wie ich sie nun schon live gesehen habe, frage ich mich, ob ihr überhaupt noch hören mögt, wie sehr ich sie schätze. Aber für alle, die meine unzähligen Reviews noch nicht gelesen haben: Gönnt euch Insanity mal live – wenn ihr gute Hardcore-Konzerte, inklusive Rudereinlage, mögt. Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Viel Energie, viel gute Musik, viel lustige Liveshoweinlagen und eine vergessene Hose auf, oder eben nicht auf, der Bühne.

Lustig war’s. Anstrengend war’s. Lecker war’s. Zu kurz war’s. Und zu lang geht’s bis zur nächsten Ausgabe.

Foto: The Pix