Tag 2 am Greenfield Festival – Rainfield is back!

Hallo Greenfield Festival! Nachdem ich Anfang Woche noch krank im Bett lag, schaffte ich es am Freitagmittag doch noch ins schöne Oberland. Hoffen wir mal, die zwei Tage in Interlaken werden sich nicht rächen…

Der Freitag startete zwar bedeckt aber schwül und mit Mindcollision heizte eine von sieben Schweizer Bands dem bereits zahlreich erschienenen Publikum ein. Tight und sympathisch lieferten die Zuger ab. Diesmal mental wohl besser vorbereitet als 2016, als sie ultraspontan für Architects einspringen konnten. Eine solide Sache und ein wohlverdienter Auftritt am Greenfield.

Nach Mindcollsion erledigten wir kurz etwas Arbeit im Pressebus und während dieser Zeit kündigte sich beim Auftritt von Death By Chocolate der erste Regen des Tages an. Dieser verabschiedete sich aber mit den letzten souveränen Klängen der Bieler fürs erste wieder. Mir persönlich ist der Sound von Death By Chocolate zu monoton, wobei ich die Qualität absolut nicht kritisieren möchte. Auf den Punkt sind die immer, aber mich berührt ihre Musik nicht.

Mein nächster Programmpunkt hiess Moose Blood. Besonders überzeugen kann mich das aktuelle Album “I Don’t Think I Can Do This Anymore” der Engländer leider nicht, aber live berühren sie mein Emo-Herz halt schon bitzli. Andy hat Kyle und Lee vor ihrer Show zum Interview getroffen, dieses gibt es bald bei uns nachzulesen. Und wer jetzt auf Gerüchteküche und so wartet: nix da, es geht schlicht um ihre Musik.

Während dem letzten Moose Blood Song musste ich zur Jungfrau Stage eilen, denn Alexisonfire waren schon in den Startlöchern. Wir sicherten uns einen Platz im Schatten der grossen Bühne, denn die Sonne brannte jetzt wieder erbarmungslos vom Himmel und die ersten übel verbrannten Menschen tummelten sich schon im Publikum… Freunde, cremt euch bitte ein! Alexisonfire ist ja so eine Sache gell. Aufgelöst, wiedervereint und ja, den Dallas mag ich gut leiden, dem George sein Mundwerk gefällt mir nicht. Warum flucht Mann den konstant? Das nervt. Absolutes Highlight ist aber Bassist Chris, der jeden Song mitfühlt und mit seiner Mimik und Gestik die Musik untermalt. Es war gut!

Being As An Ocean bei Tageslicht funktioniert nicht. Ich dachte mir schon im Vorfeld, dass der Sound der Band so nicht auf mich wirken kann und das hat sich leider bestätigt. Dafür können sie aber nix, denn ich weiss, wie gut die Band in einem Klub mit toller Lichtshow rüberkommt – es ist aber keine Festivalband. Darum holten wir uns etwas Essbares und machten uns auf den Weg in den Camper, da die Wolken am Himmel bedrohlich dunkel wurden. Ja und dann regnete es. Und regnete. Und regnete.

Fiona traf am Nachmittag Less Thank Jake auf einen Schwatz. Das Interview gibt es bald bei uns zu lesen.

Mit Gummistiefeln und Regenponcho machte ich mich hoffnungsvoll auf den Weg zu Rise Against. Ja, in der Hoffnung, dass Sänger Tim der Band mal nicht voraus singen uns spielen würde. Beim ersten Song dachte ich noch, ganz OK, aber dann, schwierig. Nach dem vierten Song musste ich gehen, da das mangelnde Taktgefühl in mir Stress auslöste. Ach, schade, denn ich liebe die Musik von Rise Against. Aber leider, leider kann ich die Band live überhaupt nicht geniessen.

Limp Bizkit habe ich mal dezent verschlafen, aber Eric hat schöne Fotos geknipst, die ihr in seiner Gallery gerne bestaunen könnt.

Fazit: Sonne, Regen, Bier, gute Musik und ich bin fit, da ich viel geschlafen habe, haha. Der dritte Tag kann also kommen!