Erfahrungsbericht – Wie ich meinen Müll zur Hälfte reduziert habe

Seit einigen Jahren versuche ich, einen ökologischeren Lebensstil zu leben. Angefangen hat es, in dem ich anfing, nur noch biologisch produzierte Lebensmittel einzukaufen, möglichst lokale natürlich. Den Führerschein habe ich zwar, aber ein Auto habe ich nie besessen und werde ich auch nie. Meinen Konsum habe ich drastisch reduziert. Statt jede Woche mit meinem Lehrlingslohn im bösen H&M zu shoppen, habe ich meinen Schrank aufgeräumt und fand, wer hätte es gedacht, tolle Kleider, die ich eh schon hatte. Falls ich etwas Neues benötigte, stöberte ich zuerst in Brockenstuben oder Secondhand-Shops, bevor ich etwas Neues kaufte.

Eigentlich ist es einfach, unseren ökologischen Fussabdruck auf unserer Erde zu verkleinern. Aber weshalb tun wir es nicht? Vielleicht, weil wir die Möglichkeiten nicht sehen, oder weil wir Dinge so tun, wie wir sie halt schon immer getan haben. Aus Gewohnheit halt. Aus diesem Grund möchte ich dir – ja genau dir – 5 einfache Schritte zeigen, wie du deinen Müll reduzieren und somit auch deinen ökologischen Fussabdruck verkleinern kannst.

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  1. Wiederverwendbare Einkaufstaschen

Dies ist der einfachste Schritt, deinen Müll zu reduzieren. Nimm eine handliche Stofftasche mit. Die hat problemlos in deiner Alltagstasche Platz. Vielfach findest du auch Stofftaschen an Konzerten deiner Lieblingsband.

  1. Wiederverwendbare Essens-/Getränkebehälter

Statt dein Take-Away Menu in einem eklig quitschenden Styroporbehälter zu kaufen, nimm dein eigenes Behältnis mit. In ausgewählten Supermärkten gibt es tolle Tupperware-Behälter, die dir dein Take-Away Stand sicher gerne mit deinem Mittagessen befüllt. Fehlt nur noch dein Mehrwegbesteck und deine Getränkeflasche.

  1. Second-Hand Ware

Verlier Hemmungen vor Second-Hand Ware. Kleider können gewaschen werden, Geschirr kannst du abwaschen und Möbel sind meist sowieso sympathischer, wenn sie eine Geschichte erzählen. In deiner Nähe gibt es sicher eine tolle Second-Hand Boutique oder ein Brockenhaus, in dem du nach „Neuem“ Alten stöbern kannst. Falls du selber viele ungebrauchte Kleider im Schrank hast, könntest du eine Kleidertauschparty mit deinen Freunden organisieren. Ware in gutem Zustand kannst du sicher auch an ein nahe gelegenes Brockenhaus spenden.

  1. Lebensmittel

Gemäss foodwaste.ch landen pro Haushalt (4 Personen) im Jahr durchschnittlich 94 kg Lebensmittel im Müll. Das sind Lebensmittel im Wert von ungefähr CHF 2000.-. Überleg dir also vor deinem Einkauf, was du auch wirklich benötigst und schreib dir eine Einkaufsliste.

  1. Reduziere deinen Konsum

Ja, ich weiss, oben schreibe ich eigentlich nur von Konsum. Aber gewisse Dinge kann man nicht vermeiden. Essen müssen wir und anziehen sollte man ja auch was. Was ich damit sagen möchte ist: kaufe bewusst ein. Kaufe nur das, was du auch wirklich brauchst. Viele Dinge können mit anderen geteilt oder getauscht werden. Ich finde das Leben wird einfacher, sobald man aufhört sich zu überlegen, was einem noch fehlt. Stattdessen lernt man zu schätzen, was bereits vorhanden ist.

Das sind meine 5 Tipps für deine Abfallreduktion. Falls du Fragen oder Tipps hast, kann du mir gerne eine E-Mail an janine[a]rawk.ch schreiben.

Hier noch einige interessante Links:

Miss deinen ökologischen Fussabdruck
www.wwf.ch/de/aktiv/besser_leben/footprint/

Kleidertauschbörsen/Secondhandshops
www.infoklick.ch/walkincloset/kleidertauschboersen/
www.la-trouvaille-bern.ch
www.baernerbrocki.ch
www.toj.ch/kultur/atelier/fairkleiden-kleidertausch

Lebensmittelverschwendung
www.myfoodsharing.ch
www.aess-bar.ch
www.mein-kuechenchef.ch 
www.foodwaste.ch

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