Review: Mindcollision – Urban Playgrounds

Nach dem Erstlingswerk der Zuger Mindcollision erwartete ich ein weiteres Album, dass den Groove von Korn, die Riffs von Rage Against The Machine und den Gesang von Limp Bizkit vereint. Falsch gedacht! Der Neuling “Urban Playgrounds”, der am 10. Oktober veröffentlicht wurde besticht durch Djentige Siebensaiter-Klänge und fette Hooklines.

Der Eröffnungstrack “Fundamental Risk” startet mit Hip-Hop-Beats und geht über in “One-4-One”, ein ordentlicher Djent-Song, der die Schreigesangskünste von Sänger Mitch Schuler schon früh unter Beweis stellt. Beim folgenden “War Of Words” geben die fünf Jungs alles. Rap-Einlagen, geniales Riffing und ein abschliessender Ausbruch, der mit den ganz grossen Mithalten kann. Da kann man nicht stillsitzen! “Insanity” besticht durch groovige Hooklines und lässt zum ersten Mal den Einfluss von den Deftones durchschimmern. Zu diesem haben die fünf Zuger ein Video gedreht, das ihr euch hier anschauen könnt. Für Abwechslung sorgt der Song “Urban Playgrounds”, der ohne den brachialen Schlussteil von einem Rapper hätte stammen können. Auch der folgende “Beautiful Abyss”, wo die Zuger ein bisschen ruhigere Töne anschlagen, trägt zur Diversität des Albums bei. “Peasants And Kings”, der mit stampfendem Riffing schon fast als Hardcore-Song bezeichnet werden dürfte, kommt nach den ruhigeren Tönen gerade gelegen, auch da der letzte Song eher vor sich hin plätschert.

Mindcollision kommen viel erwachsener rüber auf “Urban Playgrounds”. Die fünf Zuger Jungs zeigen souverän, was man alles mit sieben Saiten, guten Hooklines und rappendem Sänger anstellen kann, und das ohne es dem Hörer schwer zu machen, das Album durchzuhören. Bravo!

urbanplayground

Tracklist:
1. Fundamental Risk
2. One-4-One
3.War Of Words
4. Insanity
5. Loyal Society
6. Rise Of The Fallen
7. Urban Playground
8. Beautiful Abyss
9. Peasants And Kings
10. The Special Blend