Sprungfeder 2015 – Grande Finale

Wie versprochen machten wir uns am 5. Dezember auf den Weg Richtung Schüür, denn das grosse Finale der Sprungfeder stand bevor. Am Eingang wurden uns Stimmzettel verteilt. Man konnte insgesamt 10 Punkte verteilen, ob man alle Punkte einer Band geben oder sie aufteilen wollte, war ganz egal – das System finde ich spannend. Von Saxophon bis zu Breakdowns, es erwartete uns ein facettenreicher Abend.

Den Start machten Seasons aus Luzern. Sie durften das Publikum als erster Act des Abends mit Alternative-Rock / Emo-Punk anheizen. Die ersten drei Reihen haben getanzt und mitgemacht, der Rest der Zuschauer hörte ihnen aufmerksam zu. Der ein oder andere schiefe Ton war dabei, vielleicht lag es an der Nervosität. Auf jeden Fall kann man da mit ein bisschen Arbeit noch Einiges rausholen. Musikalisch bot die Truppe eine super Leistung und man wird in Zukunft sicher noch mehr von ihnen hören.

Nach einer Umbaupause standen dann AKA Unkown aus Zug auf der Bühne. Die fünf Jungs hatten einige Überraschungen im Gepäck. Am Anfang waren die Zuschauer etwas irritiert, doch nach dem zweiten Song ging die Post ab. Der Bandname passt, denn man wusste nie, was einem beim nächsten Song genau erwartete. Das machte die Show spannend und hielt jeden auf Trab. Sogar der Schlagzeuger hat jeweils mitgesungen, was ich mir schwierig vorstelle, doch er hat es Klasse gemeistert. Das Gitarren-Solo wirkte am Anfang ein bisschen verloren, allerdings konnte sich der Gitarrist schnell fangen. Es ist schwierig ihren Musik Stil zu beschreiben, aber es war groovy. Die verschiedenen Instrumente waren wunderbar aufeinander abgestimmt.

Um 22.00 Uhr übernahmen The Schorchettes, die sich dem Genere Pop-Funk zuordnen, die Schüür-Bühne. Die vier Niedwaldner waren eher zahm und zurückhaltend. Musikalisch war es einwandfrei, jedoch ein bisschen eintönig, da könnte man sicher noch darauf aufbauen, um es ein wenig interessanter zu gestalten. Die Stimme erinnerte mich etwas an den Sänger James Bay. Das Publikum hatte Spass und tanzte, die Hände wild in der Luft.

Als nächstes war dann die One-Man-Band Shoot The Satellite an der Reihe. Seine Musik wird als Psychedelic/Rock/Pop/Electronic bezeichnet.  Ich war gespannt, was da auf uns zukommen würde. Vor sich hatte er einen Five-Track-Sampler aufgebaut. Zusammen mit seiner E-Gitarre und Gesang fügten sich die Songs zusammen. Im Gegensatz zu den anderen Teilnehmern ging er für mich eher in Richtung DJ. Doch im Grossen und Ganzen war es ein guter Auftritt, der auch der Menge Freude bereitete.

Es wurde Mitternacht. Wer schon müde war, wurde von der Luzerner Metal-Band No Kings No Slaves wachgerüttelt. Sie waren die härteste Band an diesem Abend und die Schüür war nun vollgepackt mit Zuschauern. Von Anfang an konnten die Jungs ihre Energie auf das Publikum übertragen. Kurzerhand sind zwei Gitarren Seiten gerissen, doch sie machten es mit einem spontanen Drum-Solo wieder wett und hielten so die Begeisterung des Publikums konstant. Es wurde gemosht und auf Handzeichen des Sängers ohne zu zögern eine Wall-Of-Death veranstaltet. Plötzlich kam ein Samichlaus auf die Bühne gestürmt, er heizte nochmals ein und lies sich einen kurzen Stagedive nicht entgehen. Trotz ein, zwei Patzer konnten sie die Leute in ihren Bann ziehen. An Ideen fehlt es den fünf Jungs nicht. Ein Wunder, dass die Schüür noch steht.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass alle Bands enormes Potenzial mitgebracht haben, jede auf ihre eigene Art und Weise. Es war schön, die strahlenden Gesichter zu sehen nach jedem Konzert. Die Sprungfeder ist eine tolle Sache. Achtet euch doch mehr auf lokale Bands, hört rein und geht an ihre Shows. Es ist sicher für jeden etwas dabei.

Endlich kam die Preisverleihung. Auf den dritten Platz kamen The Schorchettes. Auf dem 2. Platz schafften es No Kings No Slaves und der 1. Platz ging an Shoot The Satellite. Der Abschluss wurde mit zahlreichen Konfetti-Kanonen besiegelt. Es war ein schöner Abend.

In meiner Preview findet ihr übrigens heraus, was die drei Siegerbands genau gewonnen haben und erfahrt Details über die Sprungfeder.

Fotos von dem Abend findet ihr auf der Sprungfeder Webseite.