So waren ROAM im Treibhaus Luzern

Am 07. Februar machten wir uns einmal mehr auf den Weg ins Treibhaus in Luzern. Von Fasnacht war nichts zu sehen oder zu hören und ich freute mich sehr darauf, ROAM und Trash Boat wieder zu sehen. An diesem Abend war auch Earl Grey dabei, auf die ich gespannt war.

Pünktlich um 20.30 Uhr haben Earl Grey aus Deutschland los gelegt. Nur ein paar Nasen waren schon da, doch die, die da waren, standen nicht still. Es wurde zugehört und fleissig mit dem Kopf genickt. Mann konnte schlicht nicht anders, denn die Jungs sind echt gut. Da die Leute eher schüchtern, einen Meter von der Bühne entfernt standen, hat sich der Sänger dazu entschieden, die Performance bei uns im Publikum fortzusetzen. Die Band hatte eine schöne Bühnenpresänz und es hat Spass gemacht, ihnen zuzuschauen. Earl Grey haben mit ihrem sogenannten Slacker Punk einen tollen Start des Konzertabends hingelegt und ich würde wieder an eine Show von ihnen gehen.

EG

Nach der kurzen Umbaupause betraten dann die Jungs von Trash Boat die Bühne. Der Raum wurde schon etwas voller. Die Engländer bringen immer Stimmung in die Hütte, obwohl Sänger Tobi seit ein paar Tagen Mühe mit seiner Stimme und Gesundheit hatte. Er hat es tapfer gemeistert und trotzdem überzeugt. Sie kamen auf der Bühne interessant rüber und die Zuschauer wurden bei der geballten Ladung Pop-Punk ein bisschen aktiver. Tolle Jungs, finde ich.

TB

Eine Weile später haben dann ROAM die Bühne gestürmt. Das Publikum brauchte ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Der Raum wurde zwar noch ein bisschen voller aber Sänger Alex musste die Menge immer wieder anfordern näher zu kommen. Doch die Stimmung wurde immer besser und es war ein riesen Spass. Sie bringen echt Power in die Bude und sorgen für gute Laune. Bei Sänger und Gitarrist Alex riss dann plötzlich der Gitarrengurt, aber er spielte einfach locker weiter. Danach wurde die Akustik-Gitarre gezückt und sie spielten “Tracks” und “Tell Me”. Wie im Album Review schon erwähnt, mag ich die zwei, etwas ruhigeren Tracks vom neuen Album Backbone sehr. Darum hat es mich enorm gefreut, dass gleich beide Songs gespielt wurden. Das Problem mit dem Gitarrengurt wurde dann während der zwei Akustik-Songs von einem Crew Mitglied mit Klebeband behoben und es ging weiter. Sie lieferten eine tolle Performance ab, wie man es sich von ihnen gewohnt ist. Bei ihren letzten Songs ging es dann aber nochmals richtig zur Sache. Die Engländer überzeugen mit ihrem Powervollen Pop-Punk und erschaffen immer wieder aufs Neue eine tolle Atmosphäre.

Fazit: Der Abend verlief reibungslos wie immer, wenn die Jungs von HUNDREDANDONE ein Konzert organisieren. Alle Bands waren toll und schienen ne Menge Spass zu haben. Immer wieder wurde erwähnt, dass sie dankbar sind, hier sein zu dürfen. Leider muss ich noch erwähnen, dass die Lead-Sänger etwas zu leise abgemischt waren. Aber Schwamm drüber.

Falls ihr noch wissen wollt, was ich von ihrem neuem Album halte, könnt ihr gerne meine Review lesen. Wenn ihr euch jetzt nach den beiden Reviews nervt, weil ihr die Engländer verpasst habt: Keine Sorge, denn die Jungs kommen als Support von Against The Current am 17. März zurück nach Luzern, in die Schüür.

Fotos: Kim Schaerer