06.02.2016 – Parkway Drive, Architects und Thy Art Is Murder im Les Docks

Mit dem Vorsatz, einmal eine neue Location kennenzulernen, begaben wir uns auf den Weg nach Lausanne. Nach einer kurzweiligen Fahrt fuhren wir beim Les Docks vor. Das Lokal liegt in einem Lausanner Industriegebiet. Von aussen sieht das Ganze ziemlich unscheinbar aus und bis auf einen Schriftzug beim Eingangsbereich, deutet nichts auf ein Konzertlokal hin. Praktischer Nebeneffekt des Standorts ist die Parkplatzsituation. Rund um das Les Docks gibt es eine grosse Anzahl Parkplätze, die teilweise sogar kostenlos sind.

Pünktlich um 19:00 Uhr wurden die Türen geöffnet. Ein paar Minuten später enterten auch wir die Lokalität. Der erste Eindruck fiel überaus positiv aus.  Auf den zweiten Blick bot sich uns jedoch eine Überraschung, denn der Konzertsaal hat meiner Meinung nach einen speziellen Grundriss. Dieser ist nämlich ziemlich breit, weist dabei aber nur eine geringe Tiefe auf.  Der Abend zeigte uns jedoch, dass dies auf die Stimmung glücklicherweise keinen Einfluss hatte.

Die Stunde nach der Türöffnung ging schnell vorbei und Thy Art Is Murder, betraten die Bühne. Leider legten die Jungs einen fulminanten Fehlstart hin. Während der Sänger, der Bassist und der Drummer loslegten, waren die Gitarristen noch mit Stimmen beschäftigt. Als dann alle einsetzten, machte die Technik der Band einen kompletten Strich durch die Rechnung. Plötzlich war es still und es herrschte emsiges Treiben auf der Bühne. Zwei Minuten später starteten Thy Art Is Murder nochmals von vorne und jetzt klappte alles bestens. Der Sound war satt und brutal. Trotz des Fehlstarts liessen sich die Jungs nicht aus der Ruhe bringen und griffen ordentlich in die Seiten.  Mich überzeugte die Show. So gut, dass der Einstieg schnell in Vergessenheit geriet. Nach rund 40 Minuten verabschiedeten sich Thy Art Is Murder und überliessen die Bühne Architects.

Als die Jungs aus Brighton die Bühne betraten, legten Sie sogleich mit ihrem Set los. Dies, wie gewohnt, sehr massiv und druckvoll. Leider war Tom Searle, der Leadgitarrist von Architects, an diesem Abend nicht dabei. Seine Gitarre wurde ab Band abgespielt. Ich kann leider bis heute nicht sagen, was der Grund für seine Abwesenheit war. Die Show von Architects war dennoch überaus sehenswert. Insbesondere die Lichtshow war ein Highlight und war meiner Meinung nach sogar besser als diejenige von Parkway Drive.

Die Australier konnten hingegen mit einer eindrucksvollen Bühnenpräsenz beeindrucken. Von Beginn weg hatten Parkway Drive das Publikum auf ihrer Seite, was man wiederum vom Securitydienst des Hauses nicht behaupten konnte. Insbesondere mit den Crowd- und Stagesurfern wussten sie nicht wirklich umzugehen. Da das Vorgehen gegen Schluss schon fast fahrlässig wurde, sollte die an dem Abend anwesende Securitytruppe ihre Strategie nochmals überdenken!

Doch zurück zu Parkway Drive. Diese hatten am Treiben in den Zuschauerrängen ihre helle Freude und fordeten das Publikum auch regelmässig dazu auf, den Abend in vollen Zügen zu geniessen. Song für Song spielten sich Parkway Drive quer durch das gesamte Repertoir. Dies in der gewohnt tighten und schnörkellosen Art und Weise. Im Mittelteil der Show gab es sogar ein kleines Happy Birthday- Ständchen der gesamten Halle für einen der Band Rowdys. Nach rund 75 Minuten endete auch die Darbietung der australischen Metaltruppe. Ausgepowert und sichtlich gezeichnet von der Show, verabschiedeten sie sich herzlich vom Publikum.

Alles in allem ging somit ein gelungener Abend zu Ende. Wir erlebten einige Highlights, die eine oder andere Panne und eine überforderte Security.