18.02.2016 – Wir waren bei Jon Gomm im KiFF Aarau

Es ist Viertel nach neun im Kiff in Aarau. Der Saal ist gut gefüllt, etwa 400 Leute haben den Weg nach Aarau gefunden. Jon Gomm, mit Hoodie ins Gesicht gezogen, läuft mit seiner Gitarre vom Backstage in Richtung Bühne. Vorne angekommen, steigt er aufs Podest, wartet, bis es im Raum still wird und sagt “Hi, I’m Jon, from England” und legt danach gleich los.

Zu Beginn spielt Jon einige Instrumentals. Zwischen den Songs erzählt er Geschichten aus seinem Leben und seiner Musik. Dabei scheut er sich nicht, auch von seiner Depression zu reden. Erzählen kann Jon gut. Er berichtet von seinen Anfängen, wie er als Teenager in Blackpool für die Arbeiterklasse gespielt hat. Dabei nimmt er sich selbst nicht immer ernst und das macht ihn sympathisch. Man fühlt sich im Konzert wohl und staunt, denn Gomm spielt schnell, schön, und sehr eigen. Die Kombination von Gitarre, Bass und Schlagzeug auf einem einzigen Instrument, die ihn berühmt gemacht hat, führt er uns mit einer “Guitar Lesson” vor. Dabei fällt nicht nur mir die Kinnlade runter.

Nach fast zwei Stunden ist es dann soweit. “We’ve got time for one more song, any requests?” – “Wir haben noch für einen Song Zeit, Vorschläge?” Seinen bekanntesten Song, Passionflower”, hat er noch nicht gespielt. Natürlich wird der Song verlangt und Jon lacht und fängt an zu spielen.

Zusammen mit seinen Freunden Kugler und Waloschik, die den Abend eröffnet haben, gibt es noch eine Zugabe, ein Cover von Radiohead’s “High and Dry”. Danach zieht sich Jon zurück ins Backstage und wir gehen glücklich und zufrieden nach Hause.