Frischer Stoner aus der Schweiz? Dog Days!

Vor Kurzem ist mit “Heat” das erste Album der Fribourger Stonerband Dog Days erschienen. Das Instrumentaltrio weiss mit seinen acht, nach Hunderassen benannten Liedern, absolut zu überzeugen und macht Lust, die Band auch live zu sehen!

Instrumentale Musik ist nicht jedermanns Sache. Einigen fehlt der Gesang schon nach dem zweiten Snareschlag. Doch es gibt Musik – und da gehören die acht Lieder auf “Heat” definitiv dazu – da wäre es schade, wenn Gesang das Instrumental in den Hintergrund drängen würde. Die gut 40 Minuten Stonerfeuerwerk lassen keine Langeweile aufkommen, sondern überzeugen mit sehr sattem Sound und einem beeindruckenden Zusammenspiel der drei Instrumente (Schlagzeug, Gitarre und Bass). Letzterer fällt auf mit einem stark verzerrten, im positiven Sinne eigenwilligen Sound, der sich sehr stimmig mit der Gitarre zusammenfügt.

Das erste Lied, “Saluki”, macht mit seinem Hauptmotiv, das als roter Faden durch das ganze Stück führt, Lust auf mehr. Leider ähnelte mir der zweite Track, “Shiba”, beim ersten Hören “Saluki” hinsichtlich Aufbau und Hauptriff etwas zu sehr. Die weiteren Lieder sind aber abwechslungsreich und Langeweile kommt in der Folge nie auf. Jedes Lied hat seinen eigenen Charakter und alle sind voller Energie. Die Musik ist nicht allzu komplex und deswegen schon beim ersten Hören überzeugend und verständlich. Vielleicht funktioniert sie gerade aufgrund des tiefen Komplexitätsgrades so gut. Die Lieder sind etwas repetitiv und mögen ungeduldige Zuhörer möglicherweise langweilen. Doch das Repetitive gehört unbedingt dazu und erzeugt den gerade so überzeugenden Spannungsaufbau. Etwas ruhigere Momente wie in “Komondor” dürften durchaus häufiger sein, denn die Band funktioniert auch so. Doch es ist nicht schlecht, wenn mit der ersten Scheibe noch nicht alle Erwartungen erfüllt sind. So freuen wir uns umso mehr auf die nächsten Lieder von Dog Days, die hoffentlich nicht lange auf sich werden warten lassen.

Das Album kann via Bandcamp gratis heruntergeladen oder aber als Vinyl bestellt werden.

Heat 1

Tracklisting:

1. Saluki
2. Shiba
3. Malamute
4. Broholmer
5. Hovawart
6. Lancashire Heeler
7. Kyi Apso
8. Komondor