09.04.2016 – Wir waren am Macbeth Joker Fest in Lyss

Am Samstag, 9. April ging es ab nach Lyss ans Macbeth Joker Fest. Ganze 11 Bands standen auf dem Programm und ich stellte mich auf einen langen Abend ein. Leider habe ich die erste Band, Invoker, verpasst, da ich unbedingt zuerst meinen Hunger mit Kotelett und Brot stillen musste. Shame on me – aber danach startete ich gestärkt in den Abend. Wie ich vernommen habe, war der Club auch ohne mich schon schön gefüllt. Die grössere Bühne in der Halle weihten danach die Jungs von Defender ein. Eine solide Angelegenheit, wenn auch an der Mikrofontechnik noch etwas gefeilt werden könnte. Der Gesang klang etwas dumpf. Anyway, ich freue mich, die Jungs bereits diesen Samstag wieder an der Metal Night in Burgdorf zu sehen.

Aufgrund der zwei Bühnen in der Kufa verlief der Wechsel der Bands immer reibungslos und so enterten Midrake pünktlich die Club Stage. Auch hier war der kleine Raum anständig gefüllt und Midrake beschallten uns mit ihrem Pop-Punk-Rock. Ich mag die Jungs, auch wenn der Gesang immer etwas „off“ ist, sie sind schlicht sympathisch und die eingängigen Melodien motivieren. Mein Highlight hier: Schlagzeuger Yannik, seines Zeichen eigentlich Drummer bei Allys Fate. Der geht ab!

Wieder zurück in der Halle war ich gespannt auf Sickret – und ich wurde nicht enttäuscht. Potz, die Surseer Hardcore/Numetal Combo riss mich mit ihren eingängigen Beats mit, und Sänger Timmy bringt seine Vocals absolut auf den Punkt. Hohes Niveau, grosses Kino! Langsam aber sicher mag ich dieses Genre – danke Jungs.

Bei No Reward im kleinen Raum war es schon so voll, dass ich mich nur in Ausgangsnähe aufgehalten habe und nach zwei Songs dann auch wieder ins Freie flüchtete. Aber es wird gemunkelt, dass es gut war.

Mindcollision nahmen danach die Bühne in der Halle ein und hier hatte ich ziemlich grosse Erwartungen an die Zuger Band. Die neue Platte „Urban Playgrounds“ finde ich Klasse, vermag es also live zu überzeugen? Aber hallo, definitiv! Sänger Mitch rappt, als gäbe es kein morgen – von seiner Nervosität vor Shows keine Spur – und Bassist William hat eine faszinierende Bühnenpräsenz. Einziger Kritikpunkt: Der „normale“ Gesang könnte etwas sicherer daherkommen.

The Nutcutters habe ich leider verpasst, dafür wurde draussen geplaudert und die Location inspiziert. Mit über 400 verkauften Ticket im Vorverkauf war die Kufa schön gefüllt, die Stimmung friedlich und ich fühlte mich ausgesprochen wohl. Die Aufteilung der Kufa ist nahezu perfekt für so einen Anlass. Nebst den Konzerthallen hat man genügend Platz, sich den Merch anzuschauen, im Freien ein Bierchen zu geniessen und frische Luft zu schnappen. Coole Location mit diversen Bars und sogar etwas Essbares für die hungrigen Mäuler wird angeboten – wer mich kennt weiss, wie viele Pluspunkte das gibt.

Anyway, die Scream Your Name in der vollen Halle. Wir haben uns einen Galerieplatz ergattert und konnten so die Band und die Menge in aller Ruhe beobachten. Crowdkilling – echt jetzt? Ihr könnt doch auch so euren Spass haben, ohne euch gegenseitig die Fresse blutig zu schlagen, oder? Absolut uncool und unnötig. Zurück zur Band: Solider Auftritt mit ordentlich Bewegung auf der Bühne. Der Sound kam brachial aus den Boxen und die catchy Melodien der Burgdorfer bleiben im Gehörgang hängen. Auch die obligaten Wunderkerzen bei „Blue House“ durften nicht fehlen. Schön.

Mit Walking With Ghosts war wieder eine gehörige Portion Punkrock an der Reihe. Da geht die Post ab und Sänger/Gitarrist Sven trifft auch bei den grössten Verrenkungen die Töne. Danach schaute ich noch kurz bei Breakdown Of Sanity in der Halle vorbei. Irgendwie sprang der Funke leider nicht auf mich über, an was es genau gelegen hat? Vielleicht war ich einfach schon zu müde und freute mich zu sehr auf mein warmes Bett. Ah, und mein Bett vs Insanity: Spielstand 1:0. Sorry Jungs, ein ander Mal wieder gerne.

Fazit: Macbeth hat einen super gelungenen Abend auf die Beine gestellt. Top Organisation, top Stimmung, top Schweizer Bands! Läck, das musikalische Niveau war echt sensationell! Gerne wieder – wir hoffen auf eine baldige Wiederholung. Danke!