30.04.2016 – Counterfeit bringen das Werk 21 zum Bröckeln

Am 30. April besuchten uns Counterfeit zum ersten Mal in der Schweiz. Die Meet & Greet Tickets waren innerhalb von zwei Minuten ausverkauft. Die Show selber wurde am Abend des Konzerts noch ausverkauft. Mit dabei waren Tigercub aus England.

Da sie vor dem Interview noch das Fan-Treffen hatten, durfte ich auch dabei sein. Sie standen in einer Reihe vor dem Merchstand und begrüssten die Fans herzlich. Die Jungs waren sehr nett und gesprächig, jedem wurde die Hand geschüttelt und sie stellten sich immer vor. Als ich dann Jamie (Sänger und Gitarrist) und Sam Bower (Gitarrist und Backing-Vocals) erzählt habe, dass ich sie nachher noch zum Interview treffen werde, hatten sie eine Riesenfreude.  Jamie meinte, er freue sich, da wir dann besser reden können ohne die vielen Leute rundeherum. Das Interview könnt ihr in kürze hier nachlesen.

Nach dem Interview begaben wir uns in die erste Reihe. Nach ein paar Minuten wurden dann auch die anderen Leute reingelassen. Es wurde voll und mit einer Verspätung kamen dann auch endlich Tigercub auf die Bühne. Das Schlagzeug war ganz vorne an der Bühne, was sehr ungewöhnlich ist.  Zu dritt versetzten sie die Zuschauer mit ihrer Musik in eine Trance, die ich nicht wirklich beschreiben kann. Aber es war sehr gut, obwohl ein paar Kleinigkeiten der Lieder untergingen. Es war nicht so gut abgemischt, was schade war, denn bei dieser Musik ist es wichtig, alle Details zu hören. Dennoch konnten sie die Menge anheizen und ich werde sie sicher wieder an einem Konzert besuchen gehen.

Plötzlich war es soweit: Nach dem ersten Geschrei stürmte Sänger und Gitarrist Jamie mit einem Kapuzen-Pulli auf die Bühne. Das Gekreische wurde lauter. Von Anfang an gab die ganze Band 100% und man hat wirklich gesehen, wie viel Spass sie hatten. Auch die Zuschauer haben alles gegeben. Meine Kollegin wurde sogar gebissen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Es gab ein paar Mädels, die sich ziemlich nervig und blöd verhalten haben. Meine Kollegin beugte ihren Arm nach hinten um sich zu schützen und in diesem Moment wurde sie gebissen. Es war offen und blau/violett gefärbt. Geht’s noch, jemanden zu beissen?! Das ist echt daneben!

Ein guter Kollege von Jamie hat sich das Leben genommen und darüber hat er einen Song geschrieben. Er kam mit seiner Gitarre mitten ins Publikum und wollte dort diesen besonderen Song singen. Ein Mädchen zückte ihr Handy und machte ein Selfie. Er sah es und sagte: “Hey, I see you trying to take a selfie. I know you are very welcoming and nice here. But I’ll fuck you up.” Das ist echt respektlos. Vielleicht konnte sie kein Englisch und hat nicht mitbekommen, um was es in dem Song geht und wie persönlich und emotional das für ihn ist. Wohl eher nicht, oder? Naja, solche Leute gibt es überall. Zurück zum tollen Konzert. Die Jungs brachten eine Unmenge an Energie mit, es war wirklich ein super Konzert – die haben was auf dem Kasten. Bei ihrem letzten Song “Enough” hat sich Jamie dann oben rum freigemacht und die zweite Hälfte des Songs im Publikum zu Ende gesungen. Spätestens in diesem Moment fing das Werk 21 an einzubrechen.

Fazit: Man hat gemerkt, dass viele Mädchen bloss wegen Schauspieler und Mädchenschwarm Jamie da waren und sonst wohl nie wirklich an Konzerten sind oder diese Art von Musik hören würden. Aber naja, es war bis auf den Vorfall mit dem Biss ein geiles Konzert und wir hatten Spass. Die Engländer werden noch weit kommen.