Tag 2 am Greenfield Festival – Wir waren Bogenschiessen. Hallo Sonne.

Der zweite Tag in Interlaken startete wiederum mit Dauerregen. Es seichte vom Himmel, was das Zeug hält und am Boden entstanden mehr und mehr hübsche Seen. Na ja, not so pretty. Aber dann, kurz bevor die Alphornbläser den Donnerstag eröffneten, machten die Wolken einen zügigen Abgang und die Sonne zeigte uns ihr hübsches Gesicht. Hallo Sommer! So macht Festivalfeiern Spass. Bereits kurz vor den Alphornmelodien trafen wir uns zum Briefing, standen doch Interviews mit August Burns Red, Killswitch Engange und Volbeat auf dem Programm. Zudem stand der Mittelaltermarkt ganz oben auf der Liste, wollen wir doch herausfinden, wie der so ankommt.

Die vereinbarten Interviews klappten von anhin an bestens. Diese werdet ihr in Kürze hier nachlesen können. Freut euch darauf! Bei Jennifer Rostock musste ich dann unbedingt vor der Bühne sein. Ich mag diese tätowierte Rampensau im lila Bikini (oder was es auch genau war). Die Dame weiss zu unterhalten und über die coolen Texte müssen wir gar nicht diskutieren. Mehr!

Zwischendurch zackig einen Burger und ein Bier gefasst, ging es guten Mutes Richtung Mittelaltermarkt. Dazu muss man die geschützte Zone des Geländes verlassen und sich in die Wildnis des Camping-Areals begeben. Tja, das braucht in meinem Alter schon ein Bitzli Mut, gell. Es ist immer wieder erstaunlich, was so eine Videokamera für eine Anziehungskraft auf Festivalbesucher hat. Auf dem Markt lernten wir dann erst die Bewacher, die Söldner kennen. Sie haben uns kurz erklärt, was ihre Aufgabe auf dem Markt ist. Danach ein paar kurze Takes vom gesamten Markt, bevor wir uns in Sachen Bogenschiessen eine Lektion erteilen liessen. Das war spassig! Ich habe sogar fast die Scheibe getroffen – immerhin kam dabei niemand zu Schaden. Phu, Glück gehabt.

Leider kam ich vor lauter hin und her watscheln gar nicht so dazu, viele Bands zu sehen. Aber mein Team war fleissig am mitrocken, wie ich gehört habe. Bei Mindcollision, die als Ersatz für Architects eingesprungen sind, wollte ich aber kurz ein Ohr voll nehmen. Ich mag es den Jungs gönnen, obwohl der Auftritt etwas mehr Pfupf hätte vertragen können. Aber ja, wenn man kurz zuvor noch auf dem Gelände am Feiern ist und dann ganz unerwartet auf die Bühne gebeten wird, ja dann wäre ich auch nicht ganz ready.

Bei Eskimo Callboy musste ich leider nach ein paar Songs wieder einen Abgang machen. Sorry, so viel Stimme kann man gar nicht ab Band geben – no go. Bitzeli sampeln ist immer OK, aber das? Schade, schade. Ein Volbeat Fan bin ich nicht, also ging es ab ins getraute Wohnwagenheim. Vera wird aber sicher noch etwas zu der Show sagen.

Fazit vom zweiten Tag: Sonne, du bist so schön! Der Greenfield-Modus kam früher, als erhofft. So kann es weitergehen Freunde. Aber Schlaf, wo bist du? Den finde ich heute auch noch. Drückt mir die Daumen.