15.06.2016 – So waren Beartooth im Kiff Aarau

Es war Mittwochabend und wir machten uns auf den Weg ins Kiff Aarau. Ich war zuerst etwas skeptisch, warum eine Band wie Beartooth in den Foyer verfrachtet wurde, wo ich mich doch noch gut an das Konzert mit Headliner Bring Me The Horizon im Z7 in Pratteln erinnern konnte.

Wir waren pünktlich da, um auch die Vorband Deconvolution mit unserem Rawkie-Drummer Miguel zu sehen. Eine fette Portion Hardcore schallte uns entgegen. Der Fanclub vor der Bühne sorgte ordentlich für Applaus, der durchgehend auch bis in die hinteren Reihen ertönte. Ein ordentlicher Moshpit wurde aufgemacht und die Violent Dancer gaben durchgängig ihr Bestes im Pit. Ich muss zugeben, ich bin immer wieder amüsiert, was für Moves da teilweise gezeigt werden… Der Sound von Deconvolution kam tight daher, obwohl es nicht ganz meinem Geschmack entspricht, vor allem der Sänger, bzw. Shouter konnte mich nicht ganz überzeugen. Auf jeden Fall brachten die Jungs Bewegung in die Bude, sowohl auf der Bühne wie im Publikum und das ist doch die Hauptsache! Es war ein gelungener Start in den Abend.

Nach der Umbaupause betraten Beartooth die Bühne des prallgefüllten Foyers. Es war ein ausverkaufter Abend mit lauter gut gelaunten Menschen. Beartooth hauten sofort einen ersten Hit raus: sie starteten ihr Set mit “The Lines”. Dieser Song hat einige Stellen, wo der Sänger eigentlich extrem hoch singt, doch diese hat er promt weggelassen – wohl um seine Stimme zu schonen. Das Publikum jedoch hat es aufgefangen und lautstark mitgesungen. Beartooth spielten rund 60 Minuten, meiner Meinung nach hätten gut noch 2-3 Songs das Set ergänzen können, es war nämlich ein einziges Fest. Das Publikum ging mächtig ab, sogar ein Circlepit kam zustande in dem doch begrenzten Raum. Ein besonderes Highlight war, als der Gitarrist auf die Bartheke stand und von dort aus ganz cool mit seiner Gitarre zurück auf die Stage divte. WOW! Auch meine weiteren zwei Lieblingssongs “In Between” und “Beaten In Lips” durften natürlich nicht fehlen. Die Stimmung war Bombe vom Anfang bis zum Schluss und auch noch darüber hinaus. In den 60 Minuten hatte auch eine kleine Zugabe Platz und die Band freute sich sichtlich über das textsichere Publikum.

Alles in Allem ein total gelungener Abend, der auch zeitig fertig war.

Foto: Stefan Poças/www.kiff.ch