11.07.2016: Die Punk-Legenden Bad Religion live im Z7

“Are there any Pratteln-natives in here? Thank you for hosting us, we never thought in over 35 years of Punk Rock, that we would end up in Pratteln! ” Greg Graffin war sich nicht ganz sicher, wo er hier gelandet war. Klar, in der Schweiz haben Bad Religion schon oft gespielt, schliesslich gibt es die Band schon megaaaaaa lange. Aber es war halt ihr erstes Konzert im Z7 und ausser dem schwedischen Möbelhaus und besagter Konzertlocation ist Pratteln halt nicht gerade ein bemerkenswerter Ort. Wenn jedoch eine Punkband mit Kultstatus in die Schweiz kommt, dann kann man sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Also strömten hunderte Bad Religion-Anhänger eben nach Pratteln.

Ja, die Mitglieder sind nicht mehr gerade die Jüngsten und auf eine wilde Bühnenshow wurde verzichtet. Eine solche brauchen die Kalifornier aber auch nicht abzuliefern, ihre Musik alleine reicht für ein geniales Konzert völlig aus. Für akrobatische Luftsprünge war es sowieso viel zu heiss, denn obwohl die Eingangstüren während der gesamten Show geöffnet waren, stieg die Raumtemperatur stetig an. Netterweise verteilte die Band einige Wasserflaschen im Publikum.

Das 90-minüte Set verging im Nu, und da ein durchschnittlicher Bad Religion Song nur ca. 3 Minuten dauert, war genug Zeit vorhanden um ein breites Repertoire aus den 16 veröffentlichten Studioalben abzudecken. Meine persönlichen Highlights waren das vom Publikum gesungene Intro von Sinister Rouge und Los Angeles Is Burning (danke an die Person, die das Video auf Youtube hochgeladen hat).

Natürlich hatten wir noch nicht genug, als die Band nach Sorrow die Bühne verliess. War ja klar, dass lauthals Zugaben gefordert wurden. Und die gab es auch. Drei weitere Songs wurden angehängt und als das Konzert schliesslich mit American Jesus endete, hatte die Band insgesamt 33 Songs zum Besten gegeben. Es war also hoffentlich für jeden Fan etwas dabei.

Danke, Bad Religion. Lasst bitte noch unzählige weitere geniale Songs mit klugen Lyrics und grossartigen Melodien folgen. Und ja, es sieht gut aus: Gerüchten zufolge können wir uns bald wieder auf ein neues Album freuen.

Leider habe ich Walking With Ghosts an diesem Abend aus Zeitgründen verpasst, da ich am Montag erst um 20.00 Uhr aus meinen Ferien nach Hause kam. Aber hey, eine halbe Stunde später machte ich mich bereits wieder auf den Weg ins Z7, wo ich dann halt zu spät aufkreuzte um die Vorband zu sehen. Das ist eben doch noch ein weiterer Pluspunkt Prattelns: es ist nicht weit weg…