The Atlas Frame: Debut-EP „The Atlas Frame“

Kürzlich haben The Atlas Frame (ZH/AG) ihre Debut-EP mit sieben Liedern (und coolem Artwork!) veröffentlicht. Als ich im Frühling dieses Jahres auf ihre ersten Singles gestossen bin, war ich begeistert. Die Band existierte zu jenem Zeitpunkt noch kein halbes Jahr und wartete mit Aufnahmen in einer überraschend hohen Qualität auf. Das schraubte die Erwartungen an die selbstbetitelte EP hoch.

Der Beginn des Erstlings entspricht meinen Vorstellungen: „Praeludium“ ist ein richtiges Introstück, episch und Spannung aufbauend. Leider endet es etwas abrupt und es fehlt ein richtiger Übergang zum nächsten Lied, das die Marschrichtung der EP zum ersten Mal vorgibt. Oft dominieren in den Strophen harte Gitarrenriffs, treibende Beats und Screaming, in den Refrains eingängige und clean gesungene Melodien. Für meinen Geschmack etwas untervertreten sind Gitarrensoli. Allerdings sollte es einer Band erlaubt sein, darauf mehrheitlich zu verzichten. Als Intro – wie bei „A Cancer Called Courage“ – oder in Zwischenteilen werden immer wieder spannende und häufig unerwartete Elemente eingebaut. Das vierte Stück, „Cyber World“, ist ein echter Ohrwurm. Bei „Honesty“ wird ein Gang tiefer geschaltet – was ebenfalls wunderbar funktioniert – um dann beim darauf folgenden „Ligeia“ gleich wieder zwei Gänge höher zu schalten. Zum Schluss wartet The Atlas Frame gar noch mit einer richtigen Ballade auf. Das ergibt eine vielseitige EP, die Lust auf mehr macht.

Die EP ist übrigens via Bandcamp gratis verfügbar (freiwillig darf aber gerne etwas bezahlt werden)  und kann auf der Bandwebseite als CD bestellt werden.

 AtlasFrameEP

1. Praedulium
2. Episode I : King
3. A Cancer Called Courage
4. Cyber World
5. Honesty
6. Ligeia
7. Inner Peace