Album Review: How To Fall Asleep – “close to the sun”

TATÜ-TATA — die neue Single von How To Fall Asleep ist da. Bizarre Riffs und präzise Klänge begleitet von einer Trommelkraft, die den Takt mehr als nur angibt. Zusammen ergeben sie eine Symphonie, die für Musikliebhaber den Frühling (zumindest im Kopf) erneut erwachen lässt. Klingt kitschig? Ist es aber nicht. HTFA eröffnen eine Rubrik verschiedener Geschmacksrichtungen.

Nun zum wesentlichen Teil dieses Artikels: Das neue Album überrollt einen bereits binnen der ersten 10 Sekunden des ersten Songs “Watch It Burn”. Wie ein Sturm braut es sich zusammen und steigert sich ins Unermessliche. Ein Hochgenuss für alle Rockliebhaber. Es ertönt eine Kombo aus Altbewährtem und neuem Stil. Auch die nicht wegzudenkende, kratzige Rockerstimme findet ihren Weg durch die melodiösen, riffigen Klänge der Instrumente. Ihre Kombination aus knirschenden Riffs, hart treibenden Rhythmen und heulenden Vocals ist nicht gerade einzigartig, aber der doch individuelle Spin dieses Sounds, der dem üblichen Mix aus Machine Head oder dem Pre-Glam-Metal der frühen 80er Jahre ein paar Akzente hinzufügt, hat eine grosse Anziehungskraft.

Dieses Album ist wirklich etwas Besonderes. Es erzeugt eine Mischung aus brutaler Härte und dem Klang von etwas, das man auf “Siamese Dream” von Smashing Pumpkins hören kann. In einer Welt von mittelmässigen (und manchmal auch grausamen) Nu-Metal-Acts ist HTFAs neues Album “close to the sun” ein Hauch frischer Wind. Hin und wieder beruhigen sich die Dinge in diesem Album, aber es bleibt grösstenteils durchgehend schwer. Das einzige, das die neue Scheibe von einer perfekten Partitur abhält, sind die kurzen Momente der Mittelmässigkeit in einigen Songs, die fast wie ihre Nu-Metal-Kollegen klingen, während der Rest des Albums absolut einzigartig klingt. Alles in allem bleibt “close to the sun” eine beeindruckende Arbeit in klanglicher und musikalischer Hinsicht.

Um es in andere Worte zu fassen: mischt man die kraftvolle Stimme von Roger Peier mit dem galaktischen Wunder von Andy Brunners Gitarrenriffs, den klebrigen und himmlischen Spiralen von Sandro Tognalis Basslinien und zusätzlich mit der leistungsstarken Präsenz von Peter Halasz’ Trommeln, bilden sie etwas Grösseres: ein massives, erhabenes Universum für sich.

Don’t be shy and go for a try – haltet die Ohren steif.

Release: 21.06.2018
Studio: Pitchback Studios, Köln
Recorded by Markus Esch
Mixed/Mastered by Aljoscha Sieg

VÖ: 21.06.2018

Watch It Burn
Fall Of Men
Blackball
When We Go Down
S.A.M.F.
Showdown
Close To The Sun
Gravity
Alright
Keys