EP Review: The Shattered Mind Machine – “Strange Illusion”

Shattered Mind Machine – einen coolen Namen haben sie ja schon mal. Aber wer ist die junge Schweizer Band ? Und vor allem, wie klingen sie? Wir verraten’s euch!

Zusammengesetzt ist die Band aus Simon Hirzel (Bass/Gesang), Simon Fehr (Gitarre) und Kaya Guggenheim (Schlagzeug). Allesamt aus dem Raum Winterthur und Zürich, haben sie 2015 einen gemeinsamen musikalischen Weg eingeschlagen. Ihre musikalischen Einflüsse reichen von Black Sabbath über Jimi Hendrix bis hin zu Fuzz und Monolord.

Das Ziel der Band: Die Ohren der Welt mit energetischen, undurchschaubaren und wuchtigen Tönen zu “infizieren”. Ob die drei Jungs das mit ihrer EP “Strange Illusions”, die am 14. Juli in Winterthur im Ventilator Records getauft und am selben Tag veröffentlicht wird, nun schaffen? Wir haben schon mal reingehört!

Der erste Song auf der Platte ist sogleich Namensgeber der EP. “Strange Illusions” ist sicherlich eins: wuchtig. Denn kaum ist das kurze, aufbauende Intro rum, wird man in die undurchschaubare Welt von Shattered Mind Machine hineingeworfen. Im Song ist sehr viel los. Mir persönlich sogar fast ein wenig zu viel. Mit verzerrtem Gesang und einem fast durchgehend durch den Song galoppierendem Schlagzeug hat die Nummer aber vor allem eins: Energie! Sehr viel Energie.

Als Zweites ist dann “Yak” zu hören. Der Song ist sehr viel schleppender als der vorherige, erinnert nun von der Atmosphäre weniger an punkigere Genres und mehr an Black Sabbath oder Jimi Hendrix. Bei mir konnte er vor allem mit seiner psychedelischen Grundstimmung punkten. Sogar afrikanische Buschgesänge sind Teil des Songs. Mal was anderes: I like.

Der dritte Song “Dreams” liegt drive-technisch ziemlich genau zwischen den ersten beiden. In “Black Angels”-Manier ist er mit immer wiederkehrendem Gitarrenriff sehr eingänglich. Die tempo- und stimmungstechnisch doch sehr losgelöste Bridge wirkt auf mich jedoch ein wenig deplatziert.

“Introspection” ist Nummer vier auf der Sechs-Song-EP. Hier kann vor allem der abgespacete Gesang bei mir punkten. Ein gelungener Song, der einen dreckigen, erdigen Gitarrensound mit einer nicht ganz so irdischen Melodie verbindet. 

Als Nummer 5 ist dann “Workers Are Faceless” zu hören. Was sehr punkig beginnt, wird gegen Ende des kurzen Songs zu Psych Rock. Interessante Kombination!

Der letzte Song der EP ist “Betriebsgeheimnis”. Komplett entgegen dem Rest der Platte ist hier die akustische Gitarre zu hören. So erinnert er dann auch schon fast an eine Singer-Songwriter-Ballade und weniger an eine Heavy Rock Nummer. Trotzdem: Mir persönlich gefällt der sehr stimmige Song gut. So gut sogar, dass ich ihn als meinen Favoriten der Platte herauspicken würde. 

Fazit: Shattered Mind Machine werden mit “Strange Illusions” eine spannende EP raushauen. Hie und da könnten die Songs zwar in sich noch etwas stimmiger sein, aber die Vielseitigkeit der Platte als Ganzes macht das für mich wieder wett.

Tracklist:

Strange Illusion
Yak
Dreams
Introspection
Workers Are Faceless
Betriebsgeheimnis