14.07.2018 – Das Am Bach Festival überzeugt

Was für ein Wochenabschluss! Ich hatte mich ja schon auf das Am Bach Festival gefreut, aber dass ich am Ende so begeistert davon sein würde, hätte ich nicht gedacht. Zumal es definitiv nicht in meine Sparte von Musik ging. Aber von vorne: Vor ein paar Wochen hatten wir Tickets für das Am Bach Festival verlost. Das spannende am Am Bach ist der Veranstaltungsort. Beziehungsweise, dass man vorher nicht weiss, wo der Veranstaltungsort sein wird. Und so stieg ich am Samstagabend in den Extrafahrt-Bus von der VBL ein und liess mich gediegen ans Festival chauffieren.

Dort angekommen, mussten wir zuerst mal ein gehöriges Stückchen einen Berg hochlaufen. Obwohl ich jetzt weiss, wo das Festival war, werde ich es trotzdem nicht verraten. Ich will ja nicht den Entdeckerspass verderben. Hinter dem Haus, bei dem das Festival stattfand und wo die Einlasskontrolle war, führte ein Weg hinunter zu einem Bach. Schliesslich wollte man dem Namen treu bleiben. Nach Bändelumtausch und Wertmarken-Kauf für Bier, Bier und noch mehr Bier, lief ich auf das kleine, aber feine Gelände und direkt in die Arme einer guten Freundin. Wir stiegen den Weg hinunter zu den zwei unteren Bühnen. Und richtig gehört, obwohl es das kleinste Festival war, dasich bis jetzt besuchte, hatte das Am Bach drei Tanzflächen. Ich erspare euch jetzt meine unfähige Beschreibung der abgespielten elektronischen Tanzmusik und sage einfach: Die Musik passte zum Publikum und mir passte es zum Tanzen.

Die Sumpfbühne war eine Plattform, die sich über den Bach ausbreitete. Mit Teppichen am Boden und einer schön verzierten DJ-Anlage. Daneben befand sich eine Bühne auf einer Rasenfläche, mitsamt Bar und Kissenzelt mit viel Extraglitzer von Bioglitz. Wobei ich leider nicht dazu kam, mich vollglitzern zu lassen. Unter dem Dach der Scheune stand die letzte Tanzfläche, gut geschützt gegen den Regen, der sich später am Abend noch meldete. Neben all der schönen Deko-Beleuchtung und den tollen Tanzflächen gab es am Am Bach auch noch das A-Team. Und das sollte es an jedem Festival geben. Wenn man sich unwohl und bedrängt fühlt, oder einen schlechten Trip hatte, konnte man sich bei den lieben Leuten vom A-Team an der Bar, oder an der Kasse melden und es wurde einem geholfen. Wobei ich vermute, dass es an einem solchen Wohlfühlfestival nicht viel Arbeit für das Team gab. Trotzdem: Hut ab und Daumen nach oben. Find ich stark!

Nach ein bisschen Tanzen, ein bisschen Plaudern und ein bisschen Bier trinken ging es auch schon wieder nach Hause. Die einzige Kritik, die ich habe, sind die Verbindungen zum Nachtstern. Da der Shuttle nur zur vollen Stunde fuhr, musste ich am Bahnhof Luzern eine ganze Stunde auf meinen Nachstern warten. Vielleicht könnte man da noch was anderes einrichten. Abgesehen davon: Ich freue mich auf nächstes Jahr, liebes Am Bach!