Album Review: Akshara – Absolution

Prog-Metal auf internationalem Niveau aus der Romandie? Auch jenseits des Röstigrabens gibt es gute Musik, denn: Die Jungs von Akshara aus Monthey werfen mit ihrem Debüt direkt ein Album von einer Professionalität und Genauigkeit auf den Markt, dass man meinen könnte, sie wären schon lange im Geschäft.

Spielt man die Scheibe ab, begrüsst einen direkt ein atmosphärisch wabernder Track, der wie straight aus einer Höhle des Himalayas klingt und einen in falscher Ruhe wiegt, denn «Absolution» überfällt einen hinterrücks und ohne Schnitt zwischen den Songs. «Absolution» ist nämlich ein brachialer Cocktail aus reissenden Riffs, progressivem Drumming und keifenden Growls. Generell erinnert der Sound ein bisschen an Lamb of God auf Steroiden und massiert die Trommelfelle in schnellen Kadenzen.

Der Stil der Jungs ist genau das, was man als guten Progmetal bezeichnet: sauber, schnell, mit Brüchen durchzogen, aber trotzdem nicht einer gewissen Brutalität entbehrend. Wie es sich für eine ordentliche Band aus diesem Subgenre gehört, sind die Lyrics tiefgründig, ausgetüftelt und bedeutungsschwer. Thematisch handelt das Album von Hass und Leere, sowie der Reise zu sich selbst durch das Absolute. Ziemlich philosophisch also.

«Absolution» dient als Aushängeschild des Albums, es erzählt die Geschichte eines Samurais, der eine entbehrungsvolle Reise auf einen Berg unternimmt, um durch nicht weniger als Akshara («das Absolute» in Sanskrit) erlöst zu werden. Die Band stellt diese Geschichte vor einen buddhistisch-hinduistischen Hintergrund und lässt ordentlich metaphorischen Interpretationsspielraum.

Das herausragende Mastering veredelt diese Erstveröffentlichung und macht es zu einem Genuss für Audiophile, ganz anders als bei Debuts vieler anderer Bands in diesem Genre.

Alles in allem zeigt sich «Absolution» als ein Debut von herausragender musikalischer Qualität, welches den Hörer unerwartet vom Hocker haut und mit Spannung den weiteren Werdegang der Band erwarten lässt.

Veröffentlicht am 5.6.2018 bei Bandcamp (diy!).

 

 

Tracklist:

1. Anima Mundi 01:23
2. Absolution 04:13
3. Collateral Damage 04:05
4. Playground 04:26
5. Devachan 00:56
6. Warm Waters 04:09
7. Myalba 01:57
8. Ethereal Damnation 04:41

 

 

Fotos: Morgane Raposo Photography – morganeraposo.ch