Oktober-Konzerte mit Jordan MacKampa und Drangsal!

​Jordan Mackampa

Langsam aber sicher beginnt die Konzertsaison und unser Kalender füllt sich immer mehr. Auch nächste Woche finden zwei Konzerte, organisiert von JustBecause, statt. Wir stellen sie euch kurz vor:

Donnerstag, 25. Oktober: Jordan MacKampa im Papiersaal Zürich
Singer/Songwriter Jordan Mackampa wird oft als Troubadour bezeichnet, als Künstler mit zeitlosem Soul und Texten voller Einfühlungsvermögen. Seine Debut EP “Physics” wurde von Kritikern und Fans für die einzigartige Kombination von jazzgetränkten Beats, folkigen Melodien und unbeschwerten Gospel-Harmonien gefeiert.

Der Brite hat eine so wuchtige Soul-Stimme, dass einem Hören und Sehen vergeht. Hier fliessen im besten Sinne persönliche und kulturelle Einflüsse zusammen. Mackampa, geboren in der Hauptstadt des Kongo, Kinshasa, wächst später in London auf und findet seine künstlerische Sprache in Coventry. Jordans Musik spiegelt diese unterschiedlichen Etappen seines Lebens und die Geschichten der Städte, die er in diesen Jahren erlebt hat. Die dem traditionellen Folk entlehnten Gitarrenläufe besinnen sich auf Gospel und Blues und evozieren so gleichsam Fesselndes, die den Zuhörer – und das sei versichert – staunend und voller Andacht lauschend einnehmen werden.

Jordan spielt wahnsinnig gerne auf seiner Steepletone Gitarre und dann ist da wie gesagt seine Stimme. Die sucht seinesgleichen – souliger und berührender kann es fast nicht sein. Wie ein schweres Pendel begleitet ihn dabei immer eine gewisse Melancholie in seinen Songs. Schwer, aber nie erdrückend. Nahbar, aber nie zu intim. Jordan macht einen grossartigen Spagat, den man jetzt endlich auch live erleben kann – am 25. Oktober im Papiersaal in Zürich.

Freitag, 26. Oktober: Drangsal im Mascotte Zürich
Drangsal – das ist Aufbruch, Rebellion, Dunkelheit und doch Licht. Die Musik von Max Gruber, aka Drangsal, ist gleichermassen erdrückend wie auch filigran. Brachialpop in den Worten des Deutschen Sängers, der als Teenager durch verstaubte Kassetten und Marilyn Manson sein Herz an die Musik verlor. Doch Brachiales trifft auf seinem neuen Album “Zores” in Liedern wie „Magst Du Mich“ oder “Turmbau Zu Babel” genauso auf Verletzliches, die schweren Gefühle lösen sich letztendlich in ein befreiendes Lachen auf und schaffen Raum für Leichtigkeit.

Seit 2012, nachdem sich Gruber aus seiner ländlichen Heimat Herxheim nach Berlin abgesetzt hat, packt der Mittzwanziger sein teils schweres und zielsuchendes Gemüt in kühle und doch treibende Klangkonstrukte, die trotz nachdenklichen Texten zum Tanzen, ja gar zum Erstrahlen bewegen. Die öde Heimat und die erschlagende Grossstadt treffen dabei teils auch aufeinander. Heisst doch sein zweites Album “Zores”, das im Wortlaut der Dörfler für eine Gruppe Asozialer steht, die Streit und das Extreme suchen. Anarchie und Provokation finden sich bei dem Sänger also schon im Albumtitel.

In der Musik von Drangsal finden sich auf alten wie auch auf den neuen Releases lebendige Rhythmen sowie rauschende Beats der Achtziger, die sich mit bedrohlichem Dark Pop vermengen und sich in Grubers sonorem Gesang manifestieren. Seine Musik ist ähnlich seinem Blick: Bannend und auf eine verstörende Art und Weise unberechenbar. Der Mythos wächst, so auch der Erfolg und die Grösse von Drangsal als Künstler.