28.01.2019 – Architects zurück in Zürich!

Ich habe mich sehr darüber gefreut, als Architects anlässlich der “Holy Hell” Europa-Tour wieder einen Stopp in der Schweiz ankündeten. Auch dieses Jahr ist die Location in Zürich. Dieses Mal muss aber die Halle 622 den brachialen Klängen von den Architekten standhalten. Unterstützt werden sie von den Australiern Polaris und Beartooth aus den Vereinigten Staaten. Man darf also die Erwartungen hoch halten. Und so begab ich mich an diesem verschneiten Montagabend nach Zürich, um diese Show auf keinen Fall zu verpassen.

Kaum in der Halle angekommen, hiess es auch schon Kamera bereitmachen. Das Quintett Polaris eröffnete den Abend und es war erst 19:30 Uhr, etwas früh für einen Montag, nicht? Umso mehr freute ich mich für den Opener, dass der Saal bereits sehr gut gefüllt war. Polaris spielen modernen Metalcore und folgen teilweise dem musikalischen Konzept des Headliners. Die tief gestimmten Gitarren werden nicht selten mit atmosphärischen Passagen untermalt. Auch wenn sie mir vorher nur vom Namen her bekannt waren und ich nur ein zwei Lieder kannte, gefiel mir ihre Darbietung sehr. Leider sprang der Funke nur etwa im vordersten Drittel der Crowd über. In den hinteren Reihen war der Fokus noch nicht wirklich beim Geschehen auf der Bühne. Der Band ist aber keinen Vorwurf zu machen. Frontmann Jamie initiierte immer wieder Moshs und Circle Pits und animierte zum Mitmachen. Polaris, euch muss ich mir unbedingt genauer anhören!

 

Nach einem relativ kurzen Changeover war auch bereits der zweite Support-Act des Abends an der Reihe: Beartooth. Die Jungs von Beartooth gehen etwas roher zur Sache und spielen Hardcore-Punk. Also schön aufs Maul, Kontrastprogramm ahoi! Die Band ist kein seltener Gast mehr in den Schweizer Konzertlokalen. Zumindest sah ich sie nicht zum ersten Mal. So war es auch bei anderen im Publikum und die Band vermochte mehr Leute dazu zu animieren, sich etwas zu bewegen. Aber auch Beartooth ist die Sorte von Band, die ich einmal genauer anhören muss. Der Abend bringt mir viel neuen Stoff auf die Ohren, ist doch auch einmal gut, oder?

 

Um 21:32 Uhr wurde es dann das erste Mal richtig laut, denn jetzt betraten Architects die Bühne. Mit “Death Is Not Defeat” und “Modern Misery” schlugen sie uns direkt zwei Songs des neuen Albums “Holy Hell” um die Ohren. Die Crowd hatten sie, wie zu erwarten, vom ersten Klang an auf ihrer Seite. In gewohnter Manier ging es weiter und es wurden ältere Songs angestimmt. Die Band überzeugte zusätzlich mit einer sehr aufwändigen Licht-, Pyro- und Lasershow. Im Hintergrund projizierten sie passende Animationen auf eine Leinwand. Welcome to “The Architects Experience”. Als die Band Songs wie “Gravedigger” und “A Match Made In Heaven” auspackte, riss es auch die hintersten Reihen mit.

Die Treue, welche die Fans Architects entgegenbringen, erstaunt mich immer wieder. Als Sam Carter (Shouter) fragte: “How many of you have seen us before?” schnellten bestimmt mehr als Dreiviertel der Hände in die Höhe. Beeindruckend! Mit “Gone With The Wind” und “Doomsday” rundeten sie den Abend dann schlussendlich ab.

 

Fazit
HOLY HELL war das ein Abend. Architects bewiesen einmal mehr, warum die Band aus dem Metalcore nicht wegzudenken ist. Ihre Shows sind sehr durchdacht und sie spielen unglaublich tight. Die Bands waren allesamt erstklassig abgemischt.