Album Review: bury yourself – Off Season

Schon klar, mittlerweile ist die Veröffentlichungsflut an Alben so gigantisch, dass mensch eigentlich bei seinen zehn liebsten Alben der letzten zehn Jahre bleiben sollte, denn verpassen tut mensch so oder so etwas. Hin und wieder ein Album auschecken schadet aber eh nicht, vor allem wenn dir alle sagen, es sei gut (und weil ja irgendwie die Dichte an verdammt guten Bands auch eher gewachsen ist). Darum: Hör dir jetzt „Off Season“ (VÖ: 24.01.2019, diy!), das Debütalbum von bury yourself, an (oder gib dir Marcs Januarsliste)!

bury yourself kommen aus den USA und machen Breakdowns mit Screamo und Panic Chords ( — Panic Chords und Screamo, in order of importance) und der nötigen Dosis Schrägheit. Die Band reiht sich bestens in den Reigen von noisigen, mathy-en Screamo/Hardcore Bands wie SeeYouSpaceCowboy, Wristmeetrazor, meth. usw. ein, die ja momentan wie Pilze aus dem Boden zu schiessen scheinen — mich stört’s nicht und wenn du mit obigen Bands was anfangen kannst, wird dir wahrscheinlich auch bury yourself gefallen. 

In knappen 20 Minuten bolzen sich die Mannen und Frauen durch zehn Songs und haben selten Interesse daran, irgendwie Pause zu machen (ausser z.B. in „Cycles“, Cleangitarre und ein schönes Gitarrenlick, das beinahe von einer mediokren Djent-Band stammen könnte — wenn’s eben dezent und gekonnte eingesetzt wird, dann ist’s durchaus schön, weil schön eben), sondern holzen durch Blastbeats, Gefrickel und eben knochenharte Breakdowns. Ausserdem: Das Geschrei ist supergeil, filthy und anständig verzweifelt.

Merkst du’s? Ich wiederhole mich langsam, darum ist’s besser jetzt aufzuhören — du hast hoffentlich schon auf play gedrückt *zwinkersmiley*. 

bury youself — Off Season (VÖ: 24.01.2019, diy)
Tracklist
1. MVP
2. Forest of Arenburg
3. Ultraromantic Notions
4. We Run On Dynamite
5. Obsoleta
6. Leveler
7. Monuments
8. Cycles
9. Deactivate
10. Dawn Patrol