EP Review: Killjoy – Killjoy

This is Killjoy! Spassbremsen, Rock’n’Roll oder einfach wohl die funkigste Punkband, die es im zwinglianischen Zürich zu finden gibt. Nun haben sie es nach 5 Jahren Bandexistenz geschafft, sich mit ihrer selftitled EP und einem Musikvideo zu verewigen.

In der ganzen Schweiz touren die Zürcher schon und spielen in jedem Krachen zwischen den Schweizer Alpen und Karlsruhe. Erst im Oktober war das Trio in Schottland, spielte mit Metal- und Rockbands und das alles ohne offizielle Debütaufnahmen. Der Grund dafür liegt in der enorm tighten Bühnenpräsenz, die Killjoy zutage legen, und dem extrem energetischen Sound, welchen die Jungs liefern. Ursprünglich inspiriert von Green Day kamen schnell auch Einflüsse von Funklegenden wie Bootsy Collins und anderen abgedrehten Musikern der vergangenen 40 Jahre zum Zuge. Daraus entstand der ultra groovige Sound, den ich euch heute als Killjoy vorstellen kann. Dabei geht’s ganz nach dem Motto: Be fast, be hard and be funky.  Enorm sind diese drei Komponenten zu hören auf dem Track “Killjoy (Phunky Punky)”. Wie aus einem funky Wahwahbass plötzlich ein Riff entsteht, das selbst Tom Morello zusammenzucken lässt, beweist die geilen Kompositionsfähigkeiten der Truppe. Bei diesem Track vereinen sich smoother Sprechgesang, Theremineinsatz und wütendes Geschrei zu einem Gesamtwerk, das ich nur mit “I love it” beschreiben kann.

Bassist Max Küste haut mehr raus als nur funky Basslines. Ein französischer Rappart kommt beim Track “What Kinda Gurlz” zum Zug. Der Track ist echt geil. Dazu kommt sein Falsettgesang, der – im Gegensatz zu den fremdbeschämenden Glamrockbands der 80er Jahren – einfach geil und witzig zum Einsatz kommt bei “This Is”. Die verschiedenen Klangpaletten ergänzen den konstanten Punksound von Gitarrist und Leadsänger Jake Brown. Der pure crunchige Gitarrensound bildet mit seinem Gesang das Fundament der ganzen Band. Ganz geil sind dabei die einzelnen schottischen Betonungen in seinem Englisch. Die Band hat sich  gut zusammengefunden in der Formation, die seit 2017 mit Janic Brädler am Schlagzeug besteht.

Sechs Tracks zieren diesen Record. Dazu gab’s auch noch ein Musikvideo zum Track “This is”, bei dem man die drei Dudes einfach mal abshaken sieht. Ein guter Hüftschwung muss sein, wenn man funky sein will.

Die ganze EP ist geil produziert und bringt die Energie, die auch live gut zu spüren ist, ziemlich gut rüber. Trotzdem lohnt es sich umso mehr, die Truppe bei einem ihrer Konzerten mal zu besuchen. Im Mai sind die Jungs wieder auf Tour durch Deutschland und auch in der Schweiz. Reserviert euch schonmal den 28. oder 30. Mai, dann sind die Jungs mit Support in Zürich.

Killjoy – Killjoy (VÖ 05.02.2019)
Tracklist
1. Bombs Away
2. Underground
3. This Is
4. What Kinda Gurlz
5.  Killjoy (Phunky Punky)
6. Clones