13.02.2019 – So waren die Rival Sons in Zürich

Als ich am vergangenen Mittwoch ans Konzert der Rival Sons im Zürcher Volkshaus ging, dachte ich noch nicht, dass ich im Anschluss eine Review darüber verfassen würde. Aber wie das Leben manchmal so spielt: Here we go – mein erster Beitrag als Schreiberling für RAWK. Whoop!

Die kanadische Rockband The Sheepdogs eröffnete mit ihren bunten Anzügen das Konzert der Rival Sons. Durch ihre Musik sowie durch die langen wallenden Mähnen der Band, fühlte man sich in die 70-er Jahre zurückversetzt. Es war beeindruckend, wie viele Instrumente die einzelnen Bandmitglieder spielten. Kaum schaute man einen Augenblick nicht hin, hatte gefühlt die Hälfte der Band ein anderes Instrument in den Händen als noch beim Song vorher. Sie sorgten für gute Stimmung im Publikum. Doch man merkte, weswegen die Besucher eigentlich da sind: wegen der Rival Sons.

Dann kurzer Umbau, doch die Spannung stieg  wieder mit dem Herzklopfen des Dinosauriers, der auf der Bühne aufgebaut war. Endlich war es so weit: die Band betrat die Bühne und das Publikum wurde erlöst, als die schmetternde Stimme des Sängers Jay Buchanan die Spannung brach mit dem  Song „Back In The Woods“  vom neuen Album “Feral Roots”. Das neue Album der kalifornischen Rockband kam am 25. Januar 2019 heraus – ist also noch ganz frisch und erfüllte bereits die erste Erwartung an das Konzert. Zur Unterstreichung diente das Bühnenbild, das aus dem “Feral Roots” Album-Cover bestand: pinke Flamingos und einer Hündin, aus deren Zitzen sich ein Milchsee mitten im Urwald bildet.

Nach einigen weiteren Songs mochte der Bass nicht mehr so recht (technische Störung oder so), aber Sänger  Jay Buchanan und Gitarrist Scott Holiday überbrückten gekonnt und entschuldigten sich sympathisch für die kleine Panne und ein kleiner Tipp gabs auch noch: Man solle sich doch schnell ein Bier holen gehen.

Die zwei interagierten während der gesamten Show gekonnt miteinander.  Mit „Electric Man“  ging’s nachher reibungslos weiter und die kleine Panne war sehr schnell wieder vergessen durch die mitreissende Musik. Mit “Jordan”, wurden eher ruhigere Töne angeschlagen.

Die Stimmung im Publikum steigerte sich von Song zu Song. Auch Sänger Jay bedankte sich, dass man sich nicht für einen Netflix-Abend, sondern für einen Abend voller Rock’n Roll entschied. Er motivierte das Publikum, dass sogar die Menschen auf den Sitzplätzen  schlussendlich von der Musik mitgerissen und nicht mehr auf den Stühlen zu halten waren. Sind wir ehrlich, bei einem Song wie „Keep On Swinging“ musste man einfach tanzen.

Fazit: Alles in Allem war es ein super Konzert; ein gelungener Mix zwischen den älteren Songs und den Songs vom neuen Album. Einziger Wermutstropfen: Mit weniger Schmuse-Songs wäre das Konzert sicherlich noch ein wenig geiler gewesen. 

In diesem Sinne: Bis nächstes Mal!