Album Review: OLAM – I Will Guide Thy Hand

Oh shit, OLAM aus den USA haben mit „I Will Guide Thy Hand“ (VÖ: 29.03.2019 via Dark Trail Records) mal so eben ein Debütalbum rausgebracht, das irgendwie 90% der restlichen Releases dieses Jahr mit einer Lässigkeit in den Schatten stellt, als wäre es das Leichteste der Welt.

Übertreibung, sagst du, Perspektive, sag’ ich, a journey through anxiety, confusion und andere Mental Health-Issues sagen OLAM. Und auch wenn das etwas hochgestochen und nach „üh, äh, hey, imfall wir machen ein Konzeptalbum, mega geil, Storytelling“-whack-Ass-pseudo-Bullshit  klingen mag, verzeiht mensch der Band dieses Auftreten (genauso wie den Bandnamen, der nämlich scheinbar für „Of Lions And Men“ steht — was auch eher so semigeil ist). Wieso? Weil ja, eben, „I Will Guide Thy Hand“ ist halt einfach sackstark. 

An erster Stelle steht mit „Vestal“ ein klassisches „yass, atmosphärisches, schönes Geklimper, bevor dann das Geprügel losgeht“-Intro und danach ballern einem OLAM Riffs um Riffs um Blasts um Hooks um Breakdowns um die Ohren, als wären sie die direkten Sprösslinge von Converge, The Chariot oder auch Refused. Fairerweise muss gesagt sein, dass OLAM hier nicht die Neuerung der Neuerung bringen, aber hey, das erwartet einerseits ja auch niemand und andererseits fetzt es so gewaltig und fühlt sich so frisch an, dass es nicht einmal tatsächlich frisch sein muss. 

Viel mehr gibt es nicht mehr zu sagen, hör dir das verdammte Album an, gopfridschtutz!

Anspieltipps: “Ventriloquism” hat einfach eines der verdammt catchigsten Riffs ever, aber ansonsten wieder einmal: von vorne bis hinten, bitte!

 

OLAM – I Will Guide Thy Hand (VÖ: 29.03.2019 via Dark Trail Records)

1. Vestal
2. Wounds
3. Beth, The Birds, The Grip
4. Under My Breath
5. Bloodletting
6. Ventriloquism
7. Razorblades As Neckties
8. For Hope Lost
9. Trenchant
10. I Will Guide Thy Hand