Album Review: Discomfort Of Existence – All Violence, No Play

Ich weiss nicht, wie’s dir geht, aber es gibt doch manchmal die Momente, in denen mensch einfach gerne noch ein bisschen härtere als harte Musik hören möchte. Keine Angst, es gibt neues Futter, denn Discomfort Of Existence, das Ghetto Wiler Kult-Duo, hat am 16.04.2019 mit „All Violence, No Play“ endlich den lang ersehnten Nachfolger zu ihrem 2018er-Überalbum „Discomfort Of Existence“ (mensch denke nur an Songs wie „B.D.S.“ oder „N.K.“) rausgebacht.

Natürlich, manche mögen jetzt „Ausverkauf“ schreien und: „Hey, da gibt’s ja Songs, die über zwei Minuten lang sind, absolut untruer Hard Rock Quatsch“, aber Franz „Rotz“ und Joel „Saufer“ haben auf ihrem neuen Album die Dichte an musikalischer Innovation und Brillanz dermassen in die Höhe geschraubt, dass die Szene noch so laut etwas von „cancelled“ rufen kann — you can’t keep the good ones down. Ausserdem steht es der Band gut zu Gesicht, auch einmal durchschnaufen zu können, Luft zu holen, denn nach dem sphärischen „Blunt Force Trauma“ brettert es gleich doppelt weiter. 

Und das ist der springende Punkt: DxOxE meistern den Spagat, an dem viele Bands verzweifeln;  es werden neue Elemente in die Songs eingefügt und gleichzeitig die alten Trademarks beibehalten, wenn nicht sogar noch ein Stückchen verbessert. So muss Musik 2019 sein!

Anspieltipps: Eh von vorne bis hinten hören! Aber „Coke X Edge“ ist der Hit des Albums. Ausserdem gewinnt „Crumbled“ alleine wegen Bojack Horseman!

Discomfort Of Existence – All Violence, No Play (VÖ: 16.04.2019, diy)

1. N.R.A.J.W.H.A.C.
2. Blunt Force Trauma
3. Coke X Edge
4. Flesh Prison
5. Void II
6. Crumbled