19.05.2019 – Landmvrks, Invoker und Imperio im Werkk

Ein bisschen Marseille im Werkk in Baden. Und wir mitten drin. Über Landmvrks bin ich erst Anfang Jahr gestolpert – shame on me. Aber umso glücklicher bin ich, dass ich sie jetzt als Headliner sehen konnte.

Leider habe ich aus zeitlichen Gründen die erste Band Imperio verpasst. Die frühen Vögelchen haben aber gezwitschert, dass es der Auftakt des Abends in sich hatte. Die Herren lieferten scheinbar ab. Straight to your face Hardcore, direkt und ehrlich, ohne wenn und aber. Und dafür verdienen sie meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit, als sie bisher bekommen haben. Show some love und höre hier rein.

Konzerte von Invoker sind immer eine Herzensangelegenheit und ich freute mich wie ein kleines Kind, dass ich sie wieder einmal sehen durfte. So viel emotionale Aufklärung und PMA packt fast keine andere Hardcore Band in ihre Songs. Ich fand, dass sie leider nicht so gut abgemischt waren. Für mich nicht ganz so tragisch, weil ich die Lieder bereits kenne. Aber für meine Begleitung eher schwierig, weil die Lieder zum ersten Mal gehört wurden und so nicht mit vollem Ausdruck zur Geltung kamen. Abgesehen davon war das Konzert Gänsehaut pur.

Und dann standen die Headliner des Abends auf der Bühne: Landmrvks. Mit ihrem melodiösen Metalcore und den unerwarteten Cleanvocals überzeugten sie live fast noch mehr als ab Platte. Hier hörte man die feinen Unterschiede aus den Songs raus und ich wünschte mir, das Invoker auch so abgemischt gewesen wären. Die Franzosen lieferten songtechnisch richtig ab: “Fantasy”, “Blistering”, “Winter”, “Wake Up Call” – das Publikum konnte bei jedem Lied mitsingen. Obwohl das Werkk nicht massiv besucht war – Sonntag eben – ging schon beim ersten Song die Post richtig ab. Vorne wurde geheadbangt, in der Mitte getwostepped und hinten mitgesungen. Für alle, die melodisch-bösen Metalcore mögen, ein Must-See. Ich denke, dass Landmrvks in den nächsten Jahren so richtig abgehen werden. Deswegen jetzt schon reinhören und fleissig Texte üben, um dann mitsingen zu können. Nach dem Set rief das Publikum die Band für eine Zugabe auf die Bühne und die kamen, unvorbereitet, wieder zurück. Weil sie einen neuen Gitarristen und Schlagzeuger hatten, konnten sie nicht einfach ein altes Lied aus dem Ärmel schütteln. Deswegen liessen sie die Besucher auf die Bühne springen und sangen zusammen ein Sum41-Cover. Durch und durch sympathisch.