So waren One Ok Rock in Zürich!

Die japanische Rock Band One Ok Rock machte letzten Freitag (24.05.2019) mit ihrer Europatour einen Halt im X-Tra. Ich kenne die Band zwar noch nicht seit langem und mir gefallen dabei eher ihre älteren Werke, aber dennoch freute ich mich sehr auf diesen Abend. Denn was gibt es besseres als ein Konzert, um sich eine genauere Meinung über eine Band zu bilden. Wie das ausging erfahrt ihr nun…

Zuallererst muss jedoch ein Punkt angesprochen werden, welcher mich seit längerer Zeit sauer macht. Dabei geht es um die Set Times. Immer wieder gibt es Veranstaltungen, bei welchen nicht klar ist, wann welche Band überhaupt spielen wird. Eine kleine Mitteilung z.B. über die Facebook-Veranstaltung würde dabei bereits genügen. So gäbe es die Möglichkeit, die eigene Ankunft zu planen und nicht, wie schon viele Male passiert, die ebenso sehenswerten Support Acts zu verpassen. Dies war an diesem Abend nicht der Fall und deshalb verpassten wir die Show von Dan Lancaster.

Zu unserer Überraschung starteten One Ok Rock nämlich bereits um 20:30 Uhr ihre Show. Wir schafften es dennoch, pünktlich zum Start des Songs «Push Back»  im X-Tra einzutreffen. Der Raum war gut gefüllt und die Stimmung war von Anfang an sehr hoch. Natürlich waren die einzelnen Pausen dabei gefüllt von Fangirl-Gekreisch. Es folgte ein toller Ausgleich zwischen alten und neuen Songs. Dennoch wurde mehrheitlich Pop-Rock geboten, was mich nicht sonderlich überraschte. In den letzten Jahren hat sich die Band nämlich stark verändert. So klingen die neuen Songs viel poppiger als die rocklastigeren Alben zuvor. Diese Veränderung hört man auch bei ihrer neuen Scheibe «Eye of the Storm» heraus.

Trotzdem muss gesagt werden, dass One Ok Rock eine wirklich tolle Performance hingelegt haben. Es herrschte viel Energie, der Sound war gut abgemischt und auch die Stimme von Sänger Taka konnte mich überzeugen. Speziell auch bei den japanischen Gesangsstellen einzelner Songs. In der Hälfte ihrer Show boten Toru, Ryota und Tomoya zudem einen tollen instrumentellen Part. Dabei gefiel mir der Bassteil, welcher Ähnlichkeiten zu den Red Hot Chilli Peppers aufwies, besonders. Auch konnten mich einige neue Stücke live mehr überzeugen, als sie auf den Alben klangen. Gegen Schluss gab es mit «I was King» einen tollen Singalong Moment und mit «The Beginning» entstand überraschenderweise sogar noch ein grösserer Mosh Pit.

Fazit: Dass fast eineinhalbstündige Konzert der Japaner hat mir gefallen, obwohl ich gerne ein wenig mehr vom namensgebenden Musikstil gehört hätte. Vielleicht beim nächsten Mal.