Unser Fazit zum Greenfield Festival 2019

Schon ist es wieder vorbei, das diesjährige Greenfield Festival. Die meisten haben sich wohl bereits wieder dem alltäglichen Trott verschrieben, andere schwelgen in Erinnerungen und würden das Weekend am liebsten nochmal von vorne erleben. Wir jedoch wollten es uns nicht nehmen lassen, noch ein letztes Mal in Gedanken zu versinken und das Ganze Revue passieren zu lassen. Darum hier das finale Fazit unseres rawk.ch-Teams zum Greenfield Festival 2019:

Eric
Das Greenfield 2019 war für mich so schnell durch wie es angefangen hat. Als erstes möchte ich ein grosses Kompliment an die ganze Organisation und die Besuchenden aussprechen. Mit der Evakuation des Festivalgeländes wegen des Gewitters hat man wohl niemandem eine Freude gemacht, doch dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden (man denke ans Rock Am Ring). (Fast) alle sind dann auch sofort der Aufforderung gefolgt und haben das Gelände verlassen – gut reagiert, Greenfield! Für mich waren musikalisch die Herren von Behemoth das Highlight dieses Jahres. Aber bitte, liebes OK, lasst die Band das nächste Mal bei Nacht auftreten! So wirkt die Atmosphäre besser. Auch wenn das Line Up sonst nicht unbedingt prickelnd war, war das Greenfield 2019 für mich sehr schön und ich werde definitiv 2020 in Interlaken sein, wenn es wieder heisst: Greenfield Festival.

Adrian
Da ich erst am Freitag anreisen konnte und am Samstag ein Unwetter über uns zog, verpasste ich einige Bands, die ich sehr gerne gesehen hätte. Trotzdem bot mir das diesjährige Greenfield einige tolle musikalische Momente. So sah ich zum ersten Mal Slipknot und Lamb of God, deren Shows mir sehr zusagten. Auf der anderen Seite hat es sehr Spass gemacht, Bands wie Papa Roach, Chelsea Deadbeat Combo oder Graveyard erneut zu geniessen. Aber auch die Atmosphäre, die dieses schöne Tal bot, sowie die Stimmung unter den Festivalgänger*innen, waren hervorragend. So gab es neben der Musik wieder einige tolle Plaudereien und Gelächter. Auch ich schliesse mich der Meinung von Eric an und muss sagen, dass die Organisation top war und bezüglich den Wetterverhältnissen vorbildlich reagiert wurde.

Fiona
Kaum hat es angefangen, ist das Greenfield 2019 auch schon wieder vorbei. Schade, denn ich hätte es noch ein paar Tage länger in Interlaken ausgehalten. Meine Highlights waren die Sets von den Dropkick Murphys (auch wenn die bei ihren festival-unabhängigen Shows doch noch mehr Energie in ihre Auftritte investieren und die Stimmung dann noch ein bisschen besser ist); dasjenige der Toten Hosen, welches mich sehr positiv überrascht hat und schliesslich die ausgelassene Show von Zebrahead. Leider wurde der Auftritt von Me First and the Gimme Gimmes ja aufgrund des Unwetters gestrichen. Das war zwar schade, aber verständlich. Das Greenfield 2019 hat trotzdem viel Spass gemacht und war sehr gut organisiert. Für die nächste Festivalausgabe 202o würde ich mir aber wünschen, dass wieder ein paar mehr Punkrock-Bands auftreten – vor allem auch als Headliner.

Ste
Dieses Jahr war das Greenfield Festival für mich vor allem eines: Kurzweilig und spannend. Ich war wohl die meiste Zeit auf den Beinen, von Konzert zu Konzert, vom Camping zum Presse-Bus, von den Bierständen zurück zu den Konzerten usw. Und auch wenn das Line-up meiner Meinung nach die vorderen Jahre sehr viel interessanter gestaltet war, hatte ich wieder einmal meinen Spass und konnte das Festival in vollen Zügen geniessen. Grundsätzlich kann ich meinen Teamkollegen nur zustimmen, was die Highlights angeht. Mein eindeutiger Favorit war Behemoth, wenn auch, wie Eric schon sagt, die Lichtverhältnisse der Show etwas in die Karten spielte. Und das, obwohl die Musik dieses Jahr nicht unbedingt im Mittelpunkt stand. Daher kann ich die Frage, welches mein musikalisches Highlight war, nicht wirklich beantworten. Die Stimmung war jedoch durchs Band so gut, dass nicht einmal das Wetter-Debakel vom Samstag daran rütteln konnte. Ich bin jedenfalls gespannt auf das Greenfield Festival 2020.

Andi
Bier und Musik! Um das geht es wohl fast allen bei einem Festival. Was das Flüssige anbelangt, hat das Greenfield heuer überzeugt: Zwar ist die 6-Liter-Regel immer noch unnötig, immerhin aber stand lokales Rugenbräu und an einem Stand im Konzertgelände sogar diverse Sorten davon auf der Getränkekarte. In musikalischer Hinsicht hat das Festival wie immer in den letzten Jahren eine bunte aber wenig innovative Mischung geboten. Darunter waren persönliche Wiederentdeckungen wie Zebrahead, Neuentdeckungen wie Underøath und einige erwartete Highlights wie Feine Sahne Fischfilet, Die Toten Hosen oder TesseracT. Leider hatte die Organisation offensichtlich vergessen, am Tag des Frauenstreiks Frauen zu buchen (am Freitag stand keine einzige auf der Bühne!). Immerhin haben die sympathischen Herren von Chelsea Deadbeat Combo mit ihren Frauenstreikbannern und -fahnen für ein paar dringend nötige violette Farbtupfer gesorgt.

Andy
Eigentlich gab es auf dem diesjährigen Greenfield keine Band, welche ich mich interessierte, die ich nicht bereits gesehen habe. Das heisst aber nicht, dass dies schlecht war! Gute Bands schaut man sich gerne mehrfach an. Da ich auch dieses Jahr wieder tolle Konzert-Buddies dabei hatte, pilgerte ich vor allem am Donnerstag und am Freitag ab dem späten Nachmittag bis zum Schluss zwischen Jungrau- und Eiger-Stage hin und her. Dabei habe ich mir auf dem Weg dann meistens noch etwas zu Trinken oder zu Essen geschnappt (wie zum Beispiel den unglaublich leckeren Seitan-Döner vom Outlawz Food). Musikalisches Highlight für mich war ganz klar Behemoth. Welch eine Show, welche eine Bühnenpräsenz und was für ein musikalisches Brett! Und wer dem Herr Nergal die ganze Zeit Bierbecher angeworfen hat, wenn dieser sich zum Publikum begeben hat, der hätte wohl einfach in der Zwischenzeit wo anders hingehen sollen.