02.08.2019 – Open Air Gränichen – Tag 1

Enter Shikari

Happy Anniversary to Openair Gränichen für wundervolle 25 Jahre!!! Es ist uns eine Ehre, auch dieses Jahr dabei gewesen zu sein. Denn auch heuer war das Festival im idyllisch gelegenen Gränichen spektakulär. Eine Vereinigung von Gleichgesinnten. Immer Anfangs August trifft sich eine immer grösser werdende Fangemeinde, um im Getümmel des Moortals ein aussergewöhnliches Musikfestival zu feiern.

Die Rahmenbedingungen des Festivals sind, wie schon seit Jahren, erstaunlich. Die Organisation leistet unglaublich gute Arbeit: Gutes Bühnen Set-Up, kurze Distanzen im Gelände, sehr gute sanitäre Anlagen, ein vielfältiges Speise- und Getränkeangebot in guter Qualität und viele, viele helfende Hände. Das Campinggelände befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Festivalgeländes. Die ganze Atmosphäre ist sehr freundlich und entspannt, alle sind sich in der Musik einig. Besonders zu erwähnen ist das Campingstuhlpublikum zwischen den beiden Bühnen. Da wird die eine Band auf einer Bühne bestaunt, sich dann mit dem Stuhl kurz umgedreht, ein neues Bier gefasst und die nächste Band auf der anderen Bühne bestaunt.

Das Line-up von 2019 war fantastisch mit Bands aus vielen verschiedenen Subgenres. Die Mainstage wurde am Freitag durch Strained Nerve und die Sounderia-Bühne durch White Dog Suicide eröffnet, so dass die Menschenmenge bereits mittags brodelte. Es folgte dann CKY auf der Mainstage, die mit “Viva la Bam” einen Mainstream-Hit landeten. Wir haben uns gefreut, in Jugenderinnerungen zu schwelgen und danken CKY hierfür von ganzem Herzen.

Der Nachmittag gestaltete sich mit eher schwereren Klängen, was unserem Geschmack sehr schmeichelte. Mit Invoker wurde dann auch noch die letzte verschlafene Person zum Aufblühen gebracht. Hell yeah, sie boten eine explosive Show und brachten ihre mit Herzblut getränkte Musik dementsprechend rüber.

Weiter schmückten Ignite, Virvum, Less than Jake, Promethee und Monkey3 das Line-up.

Anschliessend fanden die New Yorker Hardcore-Veteranen Sick Of It All ihren Weg auf die Bühne. Nichts schien sie zu beunruhigen, als sie mit einer wütenden Punkrock-Show explodierten, die selbst die immer grösser werdende Menge, die den Veranstaltungsort füllte, kaum eindämmen konnte. Frontman Lou Koller tat sein Bestes, um die Menge so gut wie möglich zum Lodern zu bringen. Seine Bemühungen wurden schliesslich während und nach ihrem Auftritt reichlich belohnt.

Nach diesem kurzen Stilwechsel ging es weiter mit After The Burial. Die 2004 gegründete Technical-Death-Metal-Band aus Minnesota bot eine grandiose Show. Obwohl sie auf der kleineren Bühne auftraten, war die Stimmung optimal. Es wurde laut und wir haben es geliebt. Passend zu der Sonnenuntergangsstimmung und der einkehrenden kühlen Briese wurde uns ganz warm ums Herz bei der tobenden Menschenmenge auf kleinstem Raum.

Anschliessend erreichte die Stimmung in der Menge durch den Headliner Enter Shikari ihren Höhepunkt. Rou, Rob, Chris und Rory haben ein Händchen dafür, das  Publikum richtig anzusprechen. Sie schufen eine wunderbare Balance zwischen eher neuen Alben und den altbewährten Scream-Along-Klassikern.

Unglaublich, aber wahr: Auch die Rausschmeisser schafften es, da noch einen drauf zu setzen. Mit der russischen Crossover/Thrash-Metal Band Siberian Meat Grinder, wurde in unseren Augen eine sehr weise Wahl getroffen. Wer nach dieser Show nicht k.o. war, hat was falsch gemacht. Es war heiss! Sehr heiss und laut. Ein grandioser Abschluss.

Um den Freitag zusammenzufassen: Happy times!!! Vielen Dank ans Openair Gränichen für einen weiteren, tollen, verrückten aber durchaus friedlichen Tag mit grossartiger Musik und grossartigem Publikum.

Unsere Bildergallerie zu Tag 1 findet ihr hier. Danke Eric für die super Shots!

Mehr über unsere Erlebnisse am Openair Gränichen folgt bald im Bericht zu Tag 2. Auch dürft ihr euch auf ein Interview mit Invoker freuen und wer es noch nicht gesehen hat, darf es bald hier betrachten: unser überaus amüsantes Live-Interview mit Chelsea Deatbeat Combo  zusammen mit Invoker.