09.08.2019 – Sziget Festival 2019: Freitag

Zeltbühne

Am frühen Vormittag hiess es endlich auch für uns: ab nach Budapest ans Sziget Festival. Wir waren ganz gespannt, was wir alles in den nächsten fünf Tagen erleben werden und so ging die Reisezeit voller Vorfreude wie im Flug vorbei.

Eine Taxifahrt (die länger als ursprünglich gedacht dauerte) später kamen wir auf der Insel an und machten uns gleich an das Aufstellen unserer Zelte. Nachdem wir uns ein schönes Plätzchen zum Zelten ausgesucht hatten und uns aufgebaut und eingerichtet hatten, hatte ich (Angie) schon einen ersten Punkt auf dem Programm: Die Indie-Rock Band Wild Front aus England spielten auf der Volt Stage. Schon lange freute ich mich darauf, die Band live zu sehen und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Auch wenn der Platz vor der Bühne relativ leer war, gaben die Jungs alles und spielten ein energiegeladenes Set. Für sie war es das erste Mal auf dem Sziget Festival und sie schienen sich sehr darüber zu freuen, auch wenn sie am Anfang etwas nervös wirkten. Fazit: Sympathische Jungs, die definitiv grosses Potential haben! 

Mit der Band Gang of Youths ging es gleich weiter. Die Jungs aus Sydney trällerten klassischen Indie-Rock durch das gut besuchte Zelt. Während des Konzertes versprühte Sänger David Le’aupepe ein richtiges Rockstarfeeling und leerte auch mal sinnlich Wasser über seinen Körper (siehe Galerie). Mit der Zeit wurde jedoch das Konzert immer monotoner, was uns langweilte, weshalb wir den Rest von der Wiese aus belauschten 

Bei einer Stärkung an einem der unzähligen Essensstände, entdeckten wir dann die einheimische Band Fran Palermo. Mit neun Personen auf der Bühne boten die Ungaren eine Show vom Feinsten, das Publikum feierte die Band sichtlich. Beschreiben würden wir die Band als Indie-Rock mit mediterranen Einflüssen, welche von Trompeten und Bongos kommen. Definitiv ein Tipp zum Reinhören! 

Während sich Angie einen erholsamen Schlaf gönnte startete auf der Mainstage das Set von Martin Garrix. Trotz allem, dass einige Bühneneffekte und Feuerwerkböller toll aussahen, haben die elektronischen Radiolieder des jungen Holländers mich nicht besonders in den Bann gezogen. Und so hiess es für mich bereits frühzeitig ab zur A38 Stage (Zeltbühne), wo das Konzert von Xavier Rudd begann. Mit einem grossen Sortiment an verschiedenen Instrumenten wurde ein Klangerlebnis präsentiert. Zudem schaffte es der Australier, seine Lockerheit an das gesamte Publikum weiterzugeben, was zu einer relaxten Atmosphäre führte. Insgesamt war die gesamte Show sehr abwechslungsreich und man durfte immer gespannt sein, was als nächstes kommt. So gab es im Mittelteil ein Didgeridoo-Solo, das sich wie Reggae-Techno anhörte. Zum krönenden Abschluss gab es noch den Hit Follow the Sun” und so war mein (Adrian) persönliches Highlight an diesem Tag schon wieder Geschichte. 

Nach einer kleinen Erfrischung ging es direkt weiter mit der Band Rammsturm. Die ungarische Version des deutschen Originals war zwar nicht perfekt, jedoch war die Energie während der Show unglaublich spürbar. Mit viel Mitgeschrei feierte das zahlreich erschienene Publikum diese alten Klassiker und Hitze stieg immer weiter in die Höhe. Okay, Grund dafür sind vielleicht auch die viel eingesetzten Pyroeffekte, welche wie die Kostüme natürlich zu einem guten Rammstein Tribute dazugehören. Dabei war mein persönliches Highlight das Kostüm der Gastsängerin, die zum Refrain des Songs Engel” im Engelskostüm auf die Bühne trat. Beim letzten Knall hiess es dann auch für mich ab ins Bett, um wieder so gut wie halt möglich zu regenerieren. 

Fazit: Unser erster Tag am Festival war sehr abwechslungsreich. Dennoch hatten wir fast keine Zeit,andere Attraktionen zu sehen, was wir aber am nächsten Tag sicher nachholen werden. Weitere Eindrücke und Konzertfotos des Freitags sind in unserer Galerie zu finden.