11.08.2019 – Sziget Festival 2019: Sonntag

Sophie Hunger

Gestern haben wir viel Zeit damit verbracht, unseren Tagesbericht zu verfassen und den bildlichen Content zu bearbeiten. Als wir damit endlich fertig waren, ging es gleich weiter zum nächsten obligatorischen Termin, der Pressekonferenz des Sziget Festivals. Dabei war es wirklich spannend, ein wenig mehr über den Hintergrund dieser Organisation zu erfahren, dazu später mehr.

Anschliessend bewunderten wir eine Tanzshow, welche auf der Mainstage präsentiert wurde. Die tägliche 19-Uhr Party stand an diesem Tag ganz unter dem Thema Regenbogen bzw. Vielfalt, Harmonie und Gemeinschaft.

Mit einer grossen Portion Fish’n Chips sahen wir uns anschliessend das Konzert von Years and Years an, wobei der Lautstärkepegel abrupt in die Höhe schoss. Ob es am Outfit von Sänger Olly Alexander oder dem zahlreichen weiblichen Publikum lag, können wir nicht genau sagen. Uns war das Konzert jedoch ein wenig zu poppig und so zog es uns weiter zur Europe Stage.

Dort angekommen, startete gleich darauf das Konzert von Sophie Hunger. Mit einem Whiskey Glas in der Hand und einer sehr sympatischen Art legte die Schweizerin eine super Show hin. Speziell ist auch ihre eindringliche Stimme zu erwähnen. Zwar würden wir ihre Songs nicht in unserer Freizeit hören, aber live hat sie uns vollumfänglich überzeugt. Fun Fact: Ihr Nachname, Hunger, stammt daher, dass ihre Vorfahren Ungarn waren, welche in die Schweiz eingewandert sind.

Auf der Mainstage folgte darauf Post Malone, welcher sehr aufgestellt und voller Freude war. Nach einigen Songs hatten wir jedoch genug und sahen uns Acts an, die uns mehr zusagten. Und wie es halt an einem Festival dieser Grösse ist, kann leider nicht alles gesehen werden. So sah sich Angie das Konzert von Parcels an und mich (Adrian) zog es Richtung Zirkus. Dort bewunderte ich die koreanische Gruppe Modern Table, welche eine intensive Show bzw. eine überaus abwechslungsreiche Choreo präsentierte. Die Tanzeinlagen wurden dabei von koreanischen Gesängen und einer Band begleitet. Als nächstes folgte eine Feuershow, die nicht weniger beeindruckend war.

Genau, ich (Angie), war bei Parcels und was soll ich sagen? Die Jungs überzeugen mich auch nach dem gefühlt 10. Konzert noch voll und ganz. Kein Song verging, ohne dass das Publikum tanzte und mitsang. Die Euphorie des Publikums sprang auch sichtlich auf die Band über, die ihren Spass auf der Bühne hatte. Wer sie also noch nie live gesehen hat: ihr verpasst etwas!

Unser Highlight an diesem Tag war definitiv das darauffolgende Konzert von Jungle, die im vollgestopften A38 Zelt auftraten. Die Bekanntheit, die diese Band in den letzten Jahren erlangt hat, ist unserer Meinung nach vollkommen verdient, denn das war eine riesen Show. Diese Meinung bestätigte auch das Publikum, welches voller Begeisterung herumtanzte und fast bis zur totalen Eskalation mitschrie.

Angie machte sich etwas früher davon, um die rumänische Jazzband JazzyBit zu sehen. Das Trio trat auf der Classical, Opera, and Jazz Stage auf, bei welcher es immer um Mitternacht “Midnight Jazz” hiess. Auf gemütlichen Sitzsäcken konnte man die funky Jazzbeats der drei Männer geniessen, was eine tolle Abwechslung zum restlichen Programm war.

Zum Ausklingen des Abends nutzten wir die relaxte Stimmung bei der Reggea Stage und hörten uns Reggea Versionen von Hits wie «Girls» (Beastie Boys) an. Und so schlürften wir noch genüsslich mit unseren Kollegen vom Radio 3FACH, die auch über das Festivalgeschehen berichten, ein paar Bierchen.

Fazit: Leider dauerte die Berichterstattung und auch die Pressekonferenz wesentlich länger als ursprünglich gedacht und so hatten wir keine Zeit, die Insel weiter zu durchforsten. Dennoch konnten wir dann die restliche Zeit mit guter Musik und tollen Menschen um uns herum sehr geniessen. Die Bilder zum Sonntag findet ihr hier in unserer Galerie.