12.08.2019 – Pennywise im Dynamo Zürich

Pennywise gibt’s schon lange, aber die Kalifornier schreiben immer noch fleissig neue Musik und touren in der Weltgeschichte rum. Am Montagabend machten sie Halt in Zürich und spielten im ausverkauften Saal des Dynamos. Dabei zeigte sich: die alten Hits ziehen immer noch.

Das Konzert eröffnet haben Fluffy Machine aus Sion, deren Stil laut eigenen Angaben von Bands wie Bad Religion und NOFX beeinflusst wird. O-Ton einer Konzertbesucherin: «Die ersten Songs fand ich nicht so gut, aber langsam gefallen sie mir.» Ja, wenn man sich als Zuhörerin an die knallbunte Lichtshow gewöhnt hat, sich anschliessend auf die Musik einlassen kann und die Band ihrerseits immer euphorischer wird und richtig Gas gibt, steht fest: Die Jungs haben es drauf. Können wir weiterempfehlen. Wer sich selber ein Bild machen will: Fluffy Machine spielen am 31. August 2019 in Bern.

Dann waren Pennywise dran und überzeugten uns davon, dass Melodic Punk live doch immer noch für ein wirklich gutes Konzerterlebnis sorgt, auch wenn dieser Musikstil nicht mehr so beliebt ist wie auch schon. Vor allem die alten Hits wie «Society» und «Perfect People» kamen beim Publikum besonders gut an. Wer jetzt aber meint, dass nur ältere Semester anwesend waren, irrt. Denn ein junger Fan (er war vielleicht etwa 10 Jahre alt) durfte die Band am Mikrophon für einen Song unterstützen.

Neben den Pennywise-Klassikern gehörten auch Coversongs von Bad Religion, Minor Threat und AC/DC zum Set dazu, sowie die Schnulze «Stand By Me» von Ben King, die als schneller Punksong ziemlich nice tönt. Das etwa einstündige Konzert beendeten Pennywise dann mit «Bro Hymn», ihrem Tribut an den verstorbenen Bandkollegen Jason M. Thirsk, das vor allem durch seinen eingängigen, melodiösen Refrain besticht und selbst einigen Leuten bekannt sein dürfte, welche die Band sonst nicht kennen. Leider wurde danach die Show etwas abrupt beendet. Trotz Aufforderungen für Zugaben, liess sich die Band nicht nochmals auf der Bühne blicken, was bei einigen Besuchern für Enttäuschung sorge. Trotzdem ein solider Auftritt von einer Band, die vielleicht nicht mehr ganz so intensive Shows spielt, aber mit ihren bewährten Songs immer noch für Stimmung sorgt.