12.08.2019 – Sziget Festival 2019: Montag

Leoniden

Bereits morgens früh am Montag hiess es ab in die Stadt. Wir schafften uns nämlich selbst eine tolle Atmosphäre, indem wir unseren Tagesbericht des letzten Tages in einem Katzenkaffee verfassten. Die ersten Momente waren voller «ahhh» und «jöö», denn wer Angie kennt weiss, dass sie Katzen über alles liebt. Nach der ersten Euphorie ging es trotz der herzigen Ablenkung gut voran und wir machten uns auf den Weg in die Stadt. Wir hatten zwar zuerst geplant, die Sehenswürdigkeiten abzuklappern, jedoch hatten wir dafür leider zu wenig Zeit, da das Festival mehr als genug zu Sehen und zu Tun anbietet. Für einen Spaziergang durch die Blöcke hat es jedoch trotzdem gereicht und uns fielen die schönen alten Gebäude auf, an jeder Ecke gab es wieder ein fotowürdiges Gemäuer. Auch realisiert man im ersten Moment nicht, wie gross die Stadt ist, jedenfalls haben wir das unterschätzt. Für ein anderes Mal haben wir uns vorgenommen, die bekannten Thermalbäder anzuschauen und einen Aussichtspunkt zu besteigen, wo man eine tolle Aussicht auf die Stadt hat. Heisst, wir müssen wohl fast nochmals zurückkommen!

Zurück auf dem Festivalgelände hiess es dann Interviewtermin mit dem Camp Unknown. Sagt euch nichts? Bald kommt das Interview mit allen Fakten.

Musikalisch startete der Tag mit Big Thief auf der Mainstage, welche eine solide Show ablieferten. Trotzdem konnte die Frauenstimme von Sängerin Adrianne Lenker Angie nicht überzeugen und langweilte sie sogar. «Frauenstimmen haben es bei mir schwer und es braucht viel, dass es mir passt» hiess es dazu.

Gleich darauf folgte das Konzert von Boy Pablo, wo wir ganz kurz vorbei schauen konnten. Leider hat es nur für einen Song gereicht, denn ihre Songs gefallen mir (Angie) sehr und ich hätte gerne mehr davon gesehen.

Um wieder ein wenig Abwechslung in den Tag zu bringen schlenderten wir erneut herum und sahen uns die vielen einzelnen Strassenkünstler, die beim Sziget herumlaufen, an. Speziell sahen wir die menschlichen Statuen in der Nähe vom Zirkus, welche alle sehr beeindruckend bekleidet waren und auch für viel Gelächter sorgten. Unser Weg führte uns auch beim sogenannten Museum Quarter und der Travelling Funfair vorbei. Bei zweiter wurden viele unterschiedliche «Messe»-Spiele und sogar ein “kleines Riesenrad” angeboten. Auch sahen wir uns kurz eine coole Jongliershow beim Dance & Theaterzelt an.

Mit Burger und Wrap ausgerüstet bewegten wir uns wieder zur Musik, genauer zur Europe Stage. Dort lieferten Leoniden vor zahlreich erschienenem und hauptsächlich deutschsprachigem Publikum eine bemerkenswerte Show ab. Voller Energie bewegten sich die deutsche Truppe über die Bühne und insbesondere Gitarrist Lennart Eicke könnte man als kleinen Zappelphilipp benennen. Während der Show wurde das Publikum mehrmals einbezogen und es machte uns sehr Spass dies mitzuerleben. Angie wurde positiv überrascht und hat sich richtig in diese Indie-Rock Band verliebt. Wir sind uns einig, dass wir die Jungs erneut während ihrer Herbsttour 2019 ansehen werden.

Als nächstes standen Catfish and the Bottlemen auf dem Programm. Eine Band, die Angie schon lange auf dem Radar hat aber noch nie live gesehen konnte. Die Show war sehr energiegeladen und auch das Publikum hatte seinen Spass, die Songs wurden mitgesungen und es wurde getanzt wie wild. Unsere Meinung dazu: Sehr solides Konzert, aber nächstes Mal lieber in einem Klub!

Nach einer kurzen Trinkpause folgte die Headline-Show mit Florence and the Machine. Auch ihre säuselige Stimme konnte Angie nicht überzeugen und hat auch mich (Adrian) ein wenig genervt. Trotzdem war das Publikum beeindruckt und auch für uns gab es einzelne Songmomente bei denen wir genüsslich der Engländerin zuhörten. Speziell gab es zudem eine kleine Rede bzw. Zusprüche für die LGBQ Szene. Diesen Act kann man sich sicherlich mal gönnen, jedoch würden wir nicht extra ein Konzertticket dafür kaufen.

Nach einem ereignisvollen Abend regte sich wieder der Hunger bei uns. Gelöst haben wir dieses Problem mit dem köstlichen traditionell ungarischen Gericht namens «Langosch». Während dieses Mitternachtssnacks sahen wir uns das Konzert von Miles Godall bei der Music Box an. In Blumenshirts bekleidet spielten die Briten vor einem zahlreichen Publikum ein gemütliches Set, welches Lust machte, nochmals bei ihm reinzuhören.

Zum Abschluss des Tages hörten wir uns ein wenig die Beats und Drops des deutschen DJs Virtual Riot an und nach einer Weile ging es ab ins Bett. Unsere Fotos findet ihr hier.

Fazit: Der Montag bot viele kleinere Highlights. Auch müssen wir sagen, dass sich ein kompletter Städtetrip nach Budapest total lohnen würde.