30.11.2019 – So waren Zeal & Ardor in der Schüür

Seit einem Jahr haben Vera und ich kein Konzert mehr des sympathischen Baslers und seinen Mitmusikern gesehen. Ohne langweilig zu werden gelingt es ihm, uns bei jedem Konzert mit seinem düsteren Sound mitzureissen und unser Verlangen auf mehr zu erhalten. Dementsprechend waren unsere Vorfreude und unsere Erwartungen hoch angelegt. Ob die Show diesen Ansprüchen gerecht wurde, lest ihr hier:

Nach einem langen Arbeitstag und einem Bierchen ging es für uns Richtung Konzerthaus Schüür und zu einem vielversprechenden Abendprogramm. Dort angekommen, begaben wir uns kurz zur Garderobe und gleich einen Stock weiter nach oben, denn Asbest starteten ihre Show pünktlich. Ich persönlich kannte das Trio noch gar nicht und liess mich ohne grosse Erwartungen auf das Konzert ein. Ein Gemisch aus dreckigen Gitarrensounds, harten Drums und vielen Screams konnten mich jedoch gleich zu Beginn überzeugen. Besonders gefiel mir die raue Art der Songs, die wie die Faust aufs Auge passte.  Die Basler erzeugten dabei eine Wucht, als wäre ein vollgeladener Güterzug durch den Konzertsaal gerast. Speziell gefiel mir der letzte Song, wobei dieser mit vielen Soundeffekten und abwechselnden Gesängen ausgestattet war.

Nach einer kurzen Pause ging es gleich mit dem Hauptact weiter. Begleitet von dem typischen Sacrilegium-Intro von ihrer ersten Platte betraten Zeal & Ardor die Bühne. Sei es mit „Blood in the River“, „Row Row“ oder „Gravedigger’s Chant“, die Band wusste wie man die Leute anstacheln musste. Dabei wurden die Leadtexte mit voller Energie im Einklang der Chorgesänge ins Mikro geschrien und es gab kein Halten mehr. Es folgten viele „Headbangs“ des Publikums und auch wir konnten es nicht lassen, einfach lauthals mitzuschreien. Im Vergleich zu früheren Shows merkte man besonders, wie versiert und eingespielt die Truppe nun ist. Es folgten weitere Klassiker der beiden Alben und obwohl es erneut grossartig war, stellte sich mir die Frage, wann es denn nun mit einer neuen Platte weitergehen wird. „Ich bin nicht gut beim Reden schwingen, ich bin gut im herumschreien“ meinte Manuel Gagneux mit einem Lächeln im Gesicht, bevor er den letzten Song ablieferte. Und erneut konnte er uns auch mit seiner sympathischen Art überzeugen. Weiter verkündete er, dass sie nun eine längere Konzertpause einlegen würden, was wir ihnen natürlich vollkommen gönnen. Wir können es aber kaum erwarten, bis die Pause zu Ende ist. Und wer weiss, vielleicht erwartet uns ja im nächsten Jahr neues Material der Truppe.

Foto Titelbild: Mik Matter – Zeal & Ardor am B-Sides 2017