Überyou im Interview

Wer kennt sie noch nicht, unsere Überyou-Jungs aus Züri? Eine Band mit Charme und Authentizität, die es schafft, sich mit dem Publikum zu verbinden und eine Einheit zu schaffen. Und davon mal ganz abgesehen, die Typen sind echt cool. Wenn man sich anschaut, was für eine Haltung andere Kapellen an den Tag legen, muss man geradezu dankbar sein für die rotzige Mittelfingermentalität, mit der hier Musik präsentiert wird.

Wir haben nicht nur ein Interview mit Überyou geführt, nein sie haben uns auch noch eine ihrer Platten und eine EP zum Verlosen mitgegeben. Also, als Belohnung fürs Lesen dieses Interviews könnt ihr ganz unten bei unserem Gewinnspiel mitmachen!

Überyou gibt es jetzt bereits seit über elf Jahren. Was ist euer Geheimnis?
ALKOHOL! Gelächter. Nein, ernsthaft, die Freude an der Musik. Die  Leidenschaft, die wir teilen dürfen, und die schönen Momente, die wir gemeinsam verbringen dürfen. Wir glauben, dass es auch die gemeinsamen Erlebnisse sind, die uns zusammengeschweisst haben. Wir waren bereits an so vielen komischen Orten und haben so viel erlebt, was man sonst nicht so erlebt hätte. Diese Erlebnisse haben dazu beigetragen, dass wir bereits so lange als Band existieren. Als Band bist du immer Gast – egal, wohin du gehst. Und das ist etwas sehr Schönes. Auch das Reisen und die dazugehörigen Eindrücke machen es speziell und sind immer wieder ein Antrieb, um weiterzumachen. Was man auch nicht vergessen darf: Wir sind alles sehr gute Freunde. Es macht doppelt so viel Spass, mit seinen besten Freunden Zeit verbringen zu dürfen.

Wie seid ihr eigentlich in dieser Konstellation zusammengekommen?
Eigentlich haben wir zu viert angefangen. Nach einem Gitarren- und zwei Drummerwechsel sind wir aber nun in dieser Konstellation seit rund vier Jahren sehr konstant geblieben. Die Zeit ist sehr schnell vergangen.

Wie würdet ihr euch als Band beschreiben? Lasst eurer Phantasie freien Lauf!
Wir sind fünf lustige, „gmögigi“ Typen, mit denen man eine gute Zeit haben kann. Wir mögen Freundschaften und suchen dies auch sehr aktiv. Ah ja, und unkompliziert sind wir auch!

Was habt ihr für das kommende Jahr 2020 geplant? Dürfen wir etwas Neues von euch erwarten?
Wir haben nur Online-Veröffentlichungen geplant, bei denen wir Taylor Swift und Jennifer Lopez supporten. Gelächter. Spass bei Seite, aber wir haben definitiv lustige Pläne für nächstes Jahr. Wir werden die „Stan“-Länder betouren. Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan. Im Mai werden wir in diesen 4-Stans zwei Wochen verbringen. Da freuen wir uns extrem drauf. Die Stan-Tour steht momentan im Vordergrund. Wir sind auch gerade daran, neue Songs zu schreiben und versuchen, bald wieder etwas aufzunehmen. Aber bei uns geht das immer relativ lange. Wir haben zwar viel Enthusiasmus, aber wenig Zeit, da es schwierig sein kann, sein Privatleben mit der Band zu koordinieren. Fünf verschiedene Typen, fünf verschiedene Jobs und fast fünf verschiedene Freundinnen. „Mir sind eifach fuuhli cheibä“, aber doch auch aktiv genug, um das alles zu machen.

Habt ihr nebst der Stan-Tour auch noch weitere Länder, die auf eurer To-do-Liste stehen?
Da gäbe es noch so einige Länder, in denen wir gerne spielen würden. Zum Beispiel Japan, Australien, Peru, Kanada, skandinavische Länder, Israel und Südafrika. Was noch immer im Hinterkopf hängen geblieben ist, ist China. Da haben wir mal darüber gesprochen. Ah, und ganz weit oben auf der Liste: Liechtenstein. Gelächter. Mongolei war auch im Gespräch für im Mai, aber leider ist es relativ teuer, dort hinzufliegen. Da wir meistens alles selber finanzieren, hat es sich nicht wirklich gelohnt, so viel Geld auszugeben für ein einziges Konzert. Wir finden es aber sehr schade, denn eigentlich wollten wir überall dorthin, wo wir noch nicht waren. Wenn wir mal Zeit haben und eine lustige oder seriöse Anfrage kommt, die Sinn macht, sind wir sofort Feuer und Flamme. Kommt also bitte mit Anfragen! Und falls jemand weiss, wo man gute Fundings erhält: Wir sind um jeden Tipp dankbar.

Welcher eurer Songs hat für euch die tiefste Bedeutung?
Wir glauben, dass eines der wichtigsten Lieder die wir geschrieben haben „These Walls“ ist. Da kommen die meisten Emotionen hoch beim Spielen. Das ist auch der Song, den wir in der Regel als letztes zum Besten geben. Dort wird dann noch die letzte Energie in das Lied investiert.

Meine letzte Frage an euch; wie seid ihr überhaupt auf euren Namen „Überyou“ gekommen?
Vico und Marc hatten schon immer darüber gewitzelt, eine weitere Band zu gründen (sie spielten beide bereits in anderen Bands). Als dann beide mal gleichzeitig aus unterschiedlichen Gründen in New York  waren, gingen sie zusammen an ein Konzert und danach „ein“ Bier trinken. In einer schlechten Bar gelandet, haben sie dort über die Bandplanung gesprochen. Aus „härti Band, so Overyou“ wurde in trunkenem Zustand dann „wieso nicht Überyou?“…

Habt ihr noch eine Message für unsere Leserschaft?
Danke fürs Lesen. Danke, dass überhaupt irgendjemand sich Zeit nimmt, um uns anzuhören und mit uns abzuhängen. Es ist mega schön und es bedeutet und sehr viel!

Danke euch, dass IHR euch Zeit für UNS genommen habt. Es hat uns sehr viel Spass gemacht, dieses Interview mit euch zu führen. Auf bald!