14.02.2020 – Editors im Komplex 457 in Zürich

Im Namen ihrer Best-of-Platte begaben sich die Editors wieder auf grosse Europatour und legten eine Indie-Show hin, die es in sich hatte. Aber zuerst ganz zum Anfang. Angie und ich machten uns bereits früh auf den Weg nach Zürich. Für uns stand nämlich das Interview mit Justin (Gitarre) und Elliot (Synths, Gitarre) als erstes auf dem Programm. Kurz das entsprechende Equipment vorbereitet, die einzelnen Fragen noch kurz durchdiskutiert und schon ging es mit der Befragung der zwei Engländer los. Nach kurzer Zeit war das sehr unterhaltende Interview auch schon wieder vorbei. Das daraus entstandene Video wird demnächst auf unseren üblichen Kanälen veröffentlicht. Seid gespannt!

Nach dem gemütlichen “Feierabendbier” und köstlicher Verpflegung ging es dann zurück in Richtung Komplex 457, wo wir bereits eine riesen Menschenschlange vorfanden, die auf den Einlass wartete. Zu unserer Überraschung war die Menschenansammlung für die Garderobe noch um einiges grösser, als die vor dem Lokaleingang. Ein wenig sauer reihten wir uns in die Schlange ein und hörten gespannt den einzelnen Klängen im nebenstehenden Hauptsaal zu. Dort wurde der Abend durch die schwedische Gruppe Junodef eingeläutet. Leider war das Konzert viel zu schnell vorbei und so verpassten wir es, einen Blick auf die Performance der Band zu werfen. Unser Tipp nach eigener Erfahrung lautet demnach: Vergiss nie, dass während der kälteren Jahreszeit fast jeder Besucher sein Zeug abgeben möchte und die meisten Klubs immer wieder zu wenig Personal bei der Garderobe beschäftigen. Es folgte eine Pause, während der sich die Wartezeit bei den Bars ebenso in die Länge zog. Die Halle füllte sich immer weiter und der vorhandene Platz wurde immer geringer. Absehbar, denn das Konzert war fast ausverkauft. Trotzdem schafften wir es, uns eine kühle Erfrischung zu holen und knapp vor Beginn ein geeignetes Fleckchen zu finden.

Unseren  Platz neben dem Mischpult erreicht, ging es gleich mit älteren Songs wie “An End Has a Start” und “Bullets” los. Das sichtlich in glücklicher Nostalgie schwelgende Publikum begrüsste diesen Auftakt und jubelte lautstark gegen Richtung Bühne. Darauf antwortete Sänger Tom Smith mit einer wachen und energiegeladenen Darbietung. Und so bewegte er sich ununterbrochen auf der Bühne, während seine Stimme uns alle in den Bann zog. Sehr durchmischt, wie auch ihr ganzes Musikrepertoire, wurde die Setlist an diesem Abend zusammengestellt. Die meisten Songs waren aber auch Teil des Black Gold Albums, so auch dessen erste Single, die mich live besonders überzeugen konnte. Gleich darauf folgten “Papillon” und “Ocean By The Night“, wobei wir mit voller Kraft mitsangen. Bei erstem war besonders der breit angelegte Gesang und die aggressiven wie auch verspielten Synthi-Klänge einfach toll anzuhören. Die Länge des Konzertes brachte nicht nur die Band, sondern auch uns ins Schwitzen und so holten wir uns bei der Bar daneben eine kleine Erfrischung. Währenddessen begann Tom Smith mit seiner Gitarre die Akustik Version des Songs “The Weight of the World“.

Insgesamt dauerte die Show sagenhafte zwei Stunden und wir kamen vollumfänglich auf unsere Kosten. Aufgrund unserer Heimreise mit dem ÖV zog es uns jedoch leider ein wenig früher aus dem Saal und wir verpassten die vier Zugaben. Die Gallery zum Konzert findet ihr hier.