03.03.2020 – Turnover in der Schüür Luzern

Am 3. März haben Turnover aus Virginia (US) mit ihrem neuen Album «Altogether» einen Tourstopp in der Schüür Luzern eingelegt. Kaum hundert Leute haben ihren Weg an das Konzert gefunden. So entstand im EG der Schüür eine intime Atmosphäre, wie man sie sonst nur von Wohnzimmerkonzerten kennt.

Turnover standen bereits zum zweiten Mal in Luzern auf der Bühne. Im Jahr 2017 waren sie mit ihrem dritten Album «Good Nature» im Treibhaus zu Gast gewesen. Mit ihren tranceartigen Klängen und dem brandneuen Album haben sie dieses Mal das Publikum in der Schüür verzaubert. Zwischen zwei Songs äusserte sich Sänger Austin Getz dazu, wie dankbar sie seien, wieder in Luzern auftreten zu dürfen. Es sei eine ihrer Lieblingsstädte, nicht zuletzt wegen ihrer Luzerner Freunde, welche sie durch die Musik kennenlernen durften.

Das Konzert war geprägt von schwebenden Gitarrenklängen, eingängigen Basslines und Gesangseffekten, wie man sie von Turnover kennt und liebt. Das Schlagzeug war stets präsent, hielt sich aber im Hintergrund. Gespielt wurden sowohl Songs aus älteren Alben, wie «Super Natural» oder «Dizzy On the Comedown», sowie auch ein Grossteil ihrer neu erschienenen Kompositionen. Die Band selbst stand wie in Trance auf der Bühne. Keine grossen Gesten oder solistischen Ausbrüche waren zu vermerken. Im Publikum tat sich da schon etwas mehr. Die Gäste waren durchaus zum Tanzen verleitet und haben auch beim einen oder anderen Lied mitgesungen.

Im Grossen und Ganzen wirkte der Auftritt von Turnover etwas introvertiert, aber sehr authentisch. Vor allem im Kontrast zu ihrer Vorband schienen sie ruhig und in sich gekehrt. Die Schweizer Band Ruined hatte den Abend mit Pop-Punk Klängen eröffnet und ordentlich Stimmung aufkommen lassen. Am Ende des Abends war das Publikum sichtlich zufrieden. Einige verweilten noch ein wenig, anderen traten direkt die Heimreise an. Auch Turnover machte sich am selben Abend noch auf den Weg, um am Folgetag das nächste Konzert ihrer Europatour in Köln zu spielen.