Für immer und euch

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Mit den Worten “Motivierte Kunststudentin sucht Gratiseintritte gegen angemessene Zeichenanzahl” habe ich mich 2016 bei Rawk beworben. Und mit einer angemessenen Zeichenanzahl verabschiede ich mich als Wieder-Kunststudentin von meiner heissgeliebten Konzertfamilie.

Im ersten Jahr durfte ich über 45 Konzerte und Festivals besuchen, habe vor, hinter und neben die Bühne geschaut und wurde mit meinem ersten Interview mit Marc von Caliban direkt ins kalte Interview-Wasser geworfen. Die Jahre sind vorbei gezogen, das Studium zu Ende gegangen und ich konnte, und ein Grossteil für die erfolgreiche Bewerbung schiebe ich auf meine Zeit bei Rawk, bei meinem allerliebsten B-Sides Festival anfangen zu arbeiten. Und wenn alles klappt, habe ich in zwei Jahren auch meinen Master in der Tasche.

Neben meiner Leidenschaft für die Musik konnte ich bei Rawk auch meiner Leidenschaft für das Schreiben nachgehen. Manchmal wortgewandter als andere Male, manchmal nüchterner, manchmal beschwipster und manchmal noch mit riesigen Hochgefühlen im Kopf und im Herzen. Und meine allerliebsten Schreibereien möchte ich euch noch ein letztes Mal unter die Nase reiben:

Als erstes mein wohl meist gelesener und referenzierter Text aus dem Jahr 2017. Nicht weil er so wahnsinnig gut war, sondern weil ich so wahnsinnig gut Bier getrunken hatte. Das Fazit nach dem Video im Artikel beschreibt den Abend hervorragend. Nichtsdestotrotz kann man sagen: Schön war der Samstag, gruusig war der Sonntag danach.

Ebenfalls aus dem Jahr 2017 stammt das Interview mit Manuel Gagneux von Zeal & Ardor. Ein unglaublich inspirierender Künstler, der so viel Sound produziert als hätte er 25 Stunden pro Tag Zeit. Aber das passiert vermutlich, wenn man seine Seele dem Teufel verkauft. Und einem so hohen Koffein-Konsum frönt. Und zugegeben, obwohl schon drei Jahre her, bin ich immer noch ein bisschen schockverliebt.

Als nächstes mein absolutes Highlight: Ich durfte mir „True View“ von Stick to your Guns vor dem offiziellen Release anhören. Und konnte kaum glauben, wie gut dass es war. Und durfte niemandem davon erzählen, bis es endlich das Licht der Welt erblickte. Meine ganz persönliche Hölle. Aber das Album ist immer noch eines meiner Favoriten. So sehr, dass einige Cover-Motive nun tätowiert auf meinem Rücken zu finden sind.

Und als letztes noch meine Band des Monats. Einerseits, weil ich die Jungs zu meinen Freuden zählen darf, andererseits weil Sayras genau meine Lieblings-Musikrichtung verkörpert und die Bastarde sich tatsächlich nach dem ersten Release aufgelöst haben. I love you but I hate you. <3

Und zu einem gebührenden Schluss gehören ein paar Herzensworte: Liebe alle, danke, dass ihr mich in diese wunderbare Familie aufgenommen habt, dass ich mich in dieser Szene so wohlfühlen kann und dass ich euch auch in Zukunft zu meinen Freuden zählen darf.

Ihr seid etwas vom Besten, dass mir je passiert ist!

Let’s just drown inside the things we love the most.