Adna im Interview

Am 16. September hatte ich die Gelegenheit, vor ihrem Konzert ein paar Fragen an Adna zu stellen. Die Schwedin war im Rahmen von PlayLIVE #Bern zu Besuch in unserer schönen Hauptstadt und hat eine wunderschöne und intime Show geboten. In der kleinen, aber feinen Bar Marta in der Innenstadt entstand eine wundervolle, gemütliche Atmosphäre und die Menschen sassen sogar draussen auf der Treppe – so voll war es. Auch der Support, Reeza Dinally, hat mich mit seiner angenehmen Stimme überzeugt. Hier findet ihr die Fragen und Antworten.

Adna

Bist du das erste Mal in der Schweiz? Was gefällt dir an unserem Land?
Nein, ich bin schon einmal hier gewesen, aber nur für eine Show in St. Gallen am Nordklang Festival.
Ich mag sicherlich die Architektur sehr, alles sieht einfach so schön aus. Auch die Gewässer überall und die Natur sind wunderschön. Die Leute scheinen auch sehr nett und freundlich zu sein.

Dein neues Album “Run, Lucifer” erschien im Frühjahr. Wie waren die Rückmeldungen zu deiner Arbeit?
Soweit ich weiss, gab es nur gute Rückmeldungen, worüber ich sehr dankbar bin. Ich habe nicht sehr viel darüber gelesen, weil es mir ein bisschen Angst macht so viele Kritiken zu lesen, aber die, welche ich gesehen habe, waren gut.

Du bist vor zwei Jahren nach Berlin gezogen. Warum hast du diese Entscheidung getroffen?
Ich tat es aus zwei Gründen. Einerseits wollte ich woanders leben, als in Schweden, um etwas anderes zu sehen und um mich als Person zu entwickeln. Andererseits auch für die Musik, denn als ich nach Berlin ging habe ich beschlossen, alles auf die Musik zu setzen. So ist es eine Art Weiterentwicklung von mir und meiner Musik. Ich brauchte einen Neuanfang zu dieser Zeit und einen Ort, an dem ich nichts und niemanden kannte, so konnte ich mich auf mich selbst konzentrieren.

Du bist noch sehr jung. Was sind deine Pläne für die Zukunft? Möchtest du im Musikgeschäft bleiben oder hast du andere Pläne?
So wie es jetzt aussieht, will ich in der Musikbranche bleiben. Ich will sehen, was ich tun kann. Ich habe ja erst gerade angefangen und möchte die ganze Welt der Musik erkunden um zu sehen, wie weit ich kommen kann. Das ist mehr oder weniger mein Plan. Aber vielleicht wache ich eines Tages auf und möchte etwas anderes tun, man weiss ja nie. Ausserdem habe ich nicht wirklich einen Plan B, falls das nicht klappen sollte.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?
Ich habe nie analysiert, was ich tue, ich tue es einfach. Das war schon immer eine Regel für mich, nie meinen Sound zu analysieren. Aber meine Musik ist sehr melancholisch, da ich den melancholischen Klang extrem mag. Abgesehen davon ist meine Musik eine Mischung aus Pop, Indie und Folk. Zusammengefasst würde ich es melancholischen, dunklen Pop nennen.

Was oder wer ist deine Inspiration beim Schreiben deiner Songs?
Ich bin von einigen Musikern, die ich sehr mag inspiriert. Ich liebe James Blake, er ist so ein toller Produzent und Sänger. Ich mag auch Justin Vernon von Bon Iver, weil er so ein riesen Talent ist. Aber das Leben selbst im Allgemeinen ist eine grosse Inspiration für mich.

Adna

 

Bilder: PlayLIVE #Bern