Northlane im Interview

Am 15.10.2015 wurde mir die Ehre zu Teil, im Rahmen ihrer Europatour ein Interview mit den Herren von Northlane zu führen. Trotz grosser Erschöpfung haben sich Drummer Nic Pettersen und Gitarrist Josh Smith meinen Fragen im Kiff Aarau gestellt:

Wie läuft die Tour bis jetzt?
Nic
: Es läuft super. Wir waren bis jetzt zwei Wochen unterwegs ohne einen freien Tag, darum werden alle langsam krank, aber die Shows waren genial! Die Fans hatten immer eine Riesenparty und wir bespielten viele ausverkaufte Hallen. Mehr könnte man sich nicht erhoffen.

Was erwartet ihr von der heutigen Show?
Josh
: Der Vorverkauf lief ziemlich gut und die letzte Schweizer Hallenshow mit Parkway Drive war eine der besten der Tour, somit scheint es ein toller Abend zu werden.

Kommt ihr mit den anderen Bands gut aus?
Nic
: Ja! Alle Bands kommen super miteinander aus. Wir sind auch alle mit dem gleichen Bus unterwegs. Es scheint gut zu funktionieren. Das ist immer ein grosser Vorteil, und wenn das Package allein schon so genial ist, kann es ja nur gut kommen.
Josh: Wir waren schon vorher mit den Jungs von Hellions und Volumes befreundet, somit ist es sehr cool, sie mitzunehmen.

Habt ihr einen Einfluss darauf, wer mit euch auf Tour geht?
Josh
: Wenn wir eine Headline-Tour planen, können wir aussuchen, wen wir mitnehmen wollen. Es kommt auf verschiedene Faktoren an: Wie viel die Bands kosten, ob sie verfügbar sind und ob sie überhaupt mitkommen wollen. Es ist viel Arbeit, aber zum Schluss haben wir die Entscheidung, wer mitkommt.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben? Könntet ihr euch einem Genre unterordnen?
Nic
: Genre? Das kann ich dir nicht sagen. Man kann uns mit ein paar Metal-Bands vergleichen, man kann uns mit ein paar Prog-Bands vergleichen. Ich finde es cool, dass wir uns von anderen Bands unterscheiden, aber in welches Genre ich uns einordnen würde, kann ich dir nicht sagen. (lacht)
Josh: Das ist eine schwierige Frage. (lacht)

War der Schreib-/Aufnahmeprozess anders als die Arbeit mit Adrian?
Josh
: Er hat früher alle Texte und Gesangsparts geschrieben, somit hat sich schon einiges verändert. Es war viel gemeinschaftlicher, jeder hatte viel mehr Einfluss auf den Ausgang des Albums. Wir haben uns auch sehr auf die Gesangsparts fokussiert, somit hat sich sicher etwas geändert. Es ändert sich immer etwas, wenn jemand, der in den kreativen Prozess einbezogen war, nicht mehr da ist.
Nic: Vor allem versuchten wir, Marcus zu helfen. Josh schrieb die meisten Lyrics, den Rest haben wir zusammen bearbeitet, um eine Message der ganzen Band zu kreieren.

Wie haben die Fans auf die neuen Songs reagiert?
Nic
: Am Anfang war es anders als sonst, aber jetzt, da das Album schon länger veröffentlicht ist, kennen die Leute die Songs, singen sie mit und gehen steil. Das ist schon ziemlich cool.

Habt ihr schon Pläne für das nächste Album?
Josh
: Ja, wir haben schon ein bisschen darüber gesprochen, was wir als nächstes machen wollen.
Nic: Da wir noch immer mit „Node“ touren, steht ein neues Album noch im Hintergrund.

Was hat euch beim Schreiben von „Node“ am meisten inspiriert?
Nic
: Marcus hat eine sehr grosse Stimmbreite mit der Jon (zweiter Gitarrist) viel mehr machen konnte. Wir konnten uns in Regionen begeben, in denen wir nie zuvor waren.
Josh: Viele Leute haben uns vorgeworfen, dass wir nie unsere Meinung in unsere Texte verpackt haben. Wir hatten als Band viel mehr Kontrolle, somit kann man sagen, dass die Texte die Sicht der ganzen Band präsentieren.