Sunset Sons – „Very Rarely Say Die“

Das erste Mal, als ich von den Sunset Sons gehört habe, war im Zusammenhang mit der I Love Boobies Kampagne (Keep A Breast Europe). Ich glaube, KAB hatte damals einen Aufruf für ein MTV-Voting von den Söhnen gepostet – sie gehörten zu den Bands, die KAB Europe unterstützen. Ich mochte den Song „Remember“ und war gespannt auf weiteres Material. Es hat dann bis April 2016 gedauert, bis das Quartett sein Debütalbum an den Start brachte.

Kennengelernt haben sich die drei Briten und ein Australier ja bekanntlich 2013 in Hossegor/Frankreich.  Im Sommer waren sie Surfer und Barkeeper, im Winter ging’s ab in die Alpen zum Sowboarden. Aus der anfänglichen Coverband „The Cheerleaders“ wurden dann die Sunset Sons, die sich mit neuem Namen mit ihren eigenen Hits versorgten.

Die Biographie liest sich relativ sorglos, das sind Jungs, die wissen, wie man eine gute Zeit hat und das Leben geniesst. Und so kommt auch ihr Debüt „Very Rarely Say Die“ daher. Ohne Ecken und Kanten, aber eingängige Melodien, alles im gleichen Tempo, gute Laune Rock-Pop, der massgeschneidert für die Radiostationen dieser Welt ist.

Gehyped wurde das Album ja bereits, bevor es überhaupt veröffentlicht wurde. Auch die grossen Festival durften die Surfer-Boys bereits spielen und sogar als Support der Imagine Dragons waren sie unterwegs. Ich kann im Grossen und Ganzen nichts Negatives über die Platte schreiben. Die Songs sind eingängig, erinnern etwas an Maroon 5 zu Anfangszeiten oder an eine poppige Version der Kings of Leon. Allerdings fehlt mir persönlich das gewisse Etwas. Die 13 Songs plätschern zu soft, zu wenig spektakulär vor sich hin – mir fehlen die grossen Wellen. Klar, als Act für Festivals wie der Gurten (wo sie im letzten Jahr spielten) perfekt – da will man sich mit schönen, nicht zu anspruchsvollen Tönen berieseln lassen und dazu ein kühles Bierchen geniessen. Da spricht auch überhaupt nix dagegen. Die Sunset Sons bieten auf jeden Fall einen gelungenen Soundtrack für die warmen Sommertage – und abgesehen davon sind die Burschen ja auch noch hübsch anzuschauen.

sunsetsonscover

VÖ: 01.04.2016

Know My Name
Tick Tock
Remember
Bring The Bright Lights
She Wants
September Song
The Jam (Interlude)
Gold
Somewhere Maybe
Loa
On The Road
Lost Company
I Can’t Wait